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Montag, 18. Juni 2018

Balkan TET 2018: Tag 4 Bastasi Kolasin

Balkan TET 2018: Tag 4 Bastasi Kolasin

In einem benachbarten Rafting-Camp spielte eine Liveband bis tief in die Nacht. Irgendwann kann ich trotzdem einschlafen.

Viertel vor acht geht der Wecker. Wir nehmen erst mal einen Kaffee. Also diese Mischung aus Kaffeemehl mit Wasser., die man nicht umrühren darf. Aber es macht wach.

Dann hören wir die XR von Jonathan oben an der Straße. Hanjo fährt ihm mit der XT entgegen, und schon sind wir zu viert.

Nach 3 Kilometern sind wir an der Grenze. Nach der Ausreise geht es auf einer schmalen Brücke über den Fluss. Hier geht der TET hoch in die Berge. Wir müssen aber erst noch zur Einreise nach Montenegro.
Danach gibt es erstmal keine Möglichkeit mehr auf den Track zu kommen. Macht aber nichts, geht es doch entlang des Flusses durch ein spektakuläres Tal zum Mratinje Dam weiter.




Hohe Brücken enge Tunnel und irgendwann stehen wir vor dem Loch, aus dem ich schon 2016 raus gekommen bin.
Hier geht es hoch in den Durmitor-Nationalpark. Dunkle Tunnel mit engen Kehren und tollen Blicken ins Tal auf den geraden dazwischen. Diesmal auch bei tollem Wetter.





Also hoch...
Wenn man aus dem hellen in die Tunnel fährt, ist man erst mal blind. Und die CRF hat noch den hellsten Scheinwerfer von den 4 Moppeds. Zwischen 2 Tunneln kommt uns eine große Gruppe mit großen Geländewagen aus Deutschland entgegen. Ich hoffe, die haben oben nicht alles kaputt gefahren.


 Beim Fotografieren am Wegesrand muss man aufpassen wohin man tritt, es geht steil runter.
Tolle Ausblicke am Wegesrand

Und dann zweigt der der TET wieder von der Straße ab. Nach wenigen Metern kommt eine enge Kehre und danach geht es steil hoch. Und das bei der Hitze! Als es weniger steil ist, merke ich, dass Adalin verschwunden ist. Also umdrehen und im ersten Gang langsam runter fahren.

Kurze Beine und das hohe Fahrwerk wurden in der Kehre zum Verhängnis. Ich zeige ihm eine Stelle, wo der Dreckweg wieder die Straße kreuzt, und wir uns wider treffen können. Dann umdrehen und noch mal hoch.
Oben...

Der letzte Meter hoch zur Kuppe
Der Weg endet auf einer Wiese kurz vor der Kuppe. Ab hier gibt es nur noch Abdrücke im Gras und den Track auf dem Navi. Ich treffe die beiden anderen und dann geht es hoch zur Kuppe.

Wow. Wir stehen auf einem grünen Hügel und rundherum sind überall die schneebedeckten felsigen Gipfel der umliegenden Berge. Was für ein Panorama, was für eine Strecke.


Der Weg ist hier oben nicht mehr zu sehen. Wir müssen uns auf das Navi verlassen. Erst mal wird aber ausgiebig geschaut und fotografiert...

...oder Motorräder angebetet.
Leute fotografieren, die Leute  fotografieren, die Leute  fotografieren
Aus der anderen Perspektive

So sehen Wege aus
Wir folgen der Linie auf dem Navi, aber immer wenn wir in die Richtung des sichtbaren Schotterweges in der Nähe halten verlassen wir den Track. Zwischendurch fahren wir auch mal kurz über die Straße im Nationalpark, dann geht es wieder über die die Wiesen die Hänge hoch.

Wieder zurück auf der Straße treffen wir auch wieder unseren vierten Mann und sind wieder komplett. Auch die geteerten Wege hier sind fantastisch. 2016 hatten wir hier ja Nebel und leichten Schneefall. So ist es aber besser.
Nach fast jeder Kurve wird man von einem neuen Ausblick überwältigt. Und so steht fast überall jemand von uns und fotografiert.

Oder wird fotografiert.
 So ist man wenigstens auch mal auf nem Foto drauf.
Dieses Mal habe ich auch den besonderen Basketball-Korb festgehalten. Direkt hinter der Kabeltrommel geht es weit runter. Wenn da Ball da lang rollt muss man viele Kilometer laufen...
Zwei Kehren weiter kämpft Adalin schon mit den ersten Schneefeldern.

Schnell hinterher, aber das geht ja noch. Die Autos haben schon eine brauchbare Kante reingefräst.
Dann stehen wir hinter einer Gruppe von Offroad-Fahrzeugen. Wir fahren vorbei und checken die Lage.
Das erste Schneefeld läßt sich noch umfahren...
Aber das zweite sieht schon gefährlicher aus, die Spur ist über dem Hang. Und danach wird es auch nicht besser. Auf 1760m, 12km vorm Pass ist Feierabend...
Die Offroader aus Slowenien wollen die Schneefelder sprengen: "We show you, how we solve problems in Slowenia!" Wir fahren die Moppeds in Sicherheit, ein dramatischer Countdown, nix passiert. Der Kollege drückt wie wild auf den Zünder, aber die Batterien sind wohl leer.
Warten auf den Bums
Also planen wir die Alternativroute. 60km Umweg, bis wir wieder auf den TET stoßen. Erst mal zurück über die tollen Straßen und Tunnel bis zum Stausee. Auch onroad eine schöne Strecke. Auf der Hauptstraße wird erst mal getankt und eine Pause eingelegt.

An uns vorbei rauschen Leute mit einer Zipline zum anderen Ufer. Wie man von dort zurück kommt können wir nicht erkennen. Straßen gibt es da laut Navi nicht...

Blick auf die Serpentinen zum Durmitor
Dann geht es 2 Stunden lang durch die Berge. Ab und zu muss ein Auto überholt werden. Vor allem die LKW sind bergauf die Pest, man bekommt schon auf 500m Entfernung Atemnot. Diesmal kaum Fotos...
Pause mit Aussicht.
Der TET kreuzt wieder unseren Weg. Die Durchfahrt soll aber wegen Schnee nicht möglich sein. Damit wir abends in unserer Unterkunft ankommen beschließen wir, eine halbe Stunde in den Berg rein zu fahren und dann um zu drehen. Adalin will so lange unten warten.

Über den Fluß, dann geht es in steilen Schotter-Serpentinen den Berg rauf. In den Kurven liegen Teilweise große Steine, aber irgendwie geht es mit den beladenen Moppeds ganz gut. Mit der Transalp hätte ich hier nur noch gefüßelt...

Oben erwartet uns ein grasbewachsenes Hochplateau mit gut befahrbaren Wegen und einer herrlichen Aussicht.

 Die Wege sehen hier oben perfekt aus, aber die hohen Passagen sind erst kurz vorm Ziel, dann müssten wir alles wieder zurück fahren. Schade.

 Wir fahren noch ein Stückchen weiter, machen ein paar Fotos und dann geht es zurück ins Tal.
Unten wartet Adalin. Kurz die Reifen wieder auf Straßenluftdruck aufpusten, dann geht es nach Kolasin wo Jonathan ein Zimmer gebucht hat. Ist auch die einzige Stadt in der Gegend, wo man überhaupt Zimmer online buchen kann.
Brücke (nicht Blickdicht)
Um 18 Uhr schlagen wir an der Unterkunft auf. 851km sind wir jetzt mit den Moppeds in 3 Tagen gefahren. Die nette Vermieterin hat noch ein zusätzliches 3-Bett-Zimmer für uns. Da man die Maschinen von der Straße aus sehen schließen wir sie an und gehen dann in die Stadt zum "Mittagessen".
Draußen ist es schon kühl und dunkel. Aber unsere Gastgeberin besteht auf einen Begrüßungs-Raki. Den gibt es dann in der beheizten Küche, wo wir auf Englisch von unseren Reisen erzählen, während sie alles ihrem Mann übersetzt. Ein schöner Abend.


Spontan entscheiden wir uns einen Tag länger zu bleiben und in einen nahen Nationalpark zu fahren und zusätzlich den TET bis zur Schneegrenze zu testen.
Eigentlich wollten wir ja nach Albanien, die Theth-Runde fahren. Aber der Wetterbericht für dort ist mies, hier soll sich das Wetter aber halten.

Tag5:
Tag3:

Montag, 11. Juni 2018

Balkan TET 2018: Tag 3 Šišava Bastasi

Balkan TET 2018: Tag 3 Šišava Bastasi
Die Nacht war kurz. Da zwei Dorfköter ein nächtliches Wettbellen veranstaltet haben, mussten wir uns irgendwann um 2 Uhr zwischen Schlaf und Sauerstoff entscheiden. Wirklich fit ist keiner.

Der nette Barmann versteht kein Englisch. Trotzdem schaffen wir es, ihm bei der dritten Tasse einen Kaffee mit Milch abzuringen.

Die Moppeds haben die Nacht, gut geschützt vorm Gewitter, auf der Terrasse des Hotels verbracht und werden jetzt wieder beladen.

Meine Mitfahrer wollen noch rauchen, da fahre ich schon mal vor auf die Passhöhe für ein paar Fotos. Tolle Berge, tolle Aussicht. Links der Fahrbahn Minenwarnschilder an den Bäumen.

 Und während ich dem Schäfer bei der Arbeit zuschaue, kommt der Rest der Gruppe...
Im Tal erwartet uns die M5 mit viel Verkehr und einem Unfall. Adalin muss schon wieder tanken. Der Tankwart erwidert mein "Dobra Dan" auf deutsch und ruft für uns beim Moppedshop in Travnik an. Die hätten eine neue Batterie für die DR. Hingefahren, etwas Zeit verloren, dafür müssen wir die DR nicht mehr anschieben.

Weiter geht es über die Hauptstraße nach Sarajevo. Der Track führt uns machmal kurz von der M5 weg, nach wenigen Kilometern müssen wir aber wieder in die Blechkarawane.

Auf der Stadtautobahn ist Adalin plötzlich verschwunden, erst nach 5 Minuten warten taucht er wieder auf. Später stellt sich heraus, die XT hatte eine laute Fehlzündung und er hat mit der DR angehalten, weil er dachte sein Reifen wäre geplatzt. ;-)

Dann geht es in die Berge von Sarajevo, bis wir an der Olympia-Bobbahn von 1984 stehen.













Bzw. drin...





Zu viele Touristen. Heute keine Bestzeit...

Die Bobbahn ist Sonntags gut besucht, einmal durch die Steilkurven brettern ist nicht drin. Ich tausche mit Adalin kurz die Moppeds zum Probesitzen. Die CRF passt ihm deutlich besser als die DR. Bei der komme selbst ich mit meinen 1,80m nicht gut auf den Boden.

Also geht es weiter hoch zum Start der Bahn, wo man einen tollen Blick auf die Großstadt Sarajevo hat. Im Krieg wurden von hier oben die Menschen in der Stadt beschossen.
Man steht da, und sieht diese riesigen Friedhöfe überall um die Stadt herum. Ich werde nie verstehn, wie ehemalige Nachbarn und Freunde sich gegenseitig hassen und massakrieren, nur weil der Uropa irgendwann mal zu nem anderen Volkstamm gehört hat.








 Weiter unten schauen wir uns noch ein bisschen bei den Olympiagebäuden um, bevor es wieder aus der Stadt raus geht. In der Hitze der Stadt kämpfen wir uns durch Sackgassen und Einbahnstraßen. Wir wollen ja heute noch einen Urwald befahren...
Kaum hat man die Stadt Richtung Süden verlassen, wird der Verkehr wieder weniger. Es geht über traumhafte Gebirgsstraßen zum Transeuro-Trail. Immer wieder warnen Kuhfladen auf der Fahrbahn vor Kühen hinter der nächsten Kurve.
Hier nur eine. Manchmal muss man sich durch eine ganze Herde hupen.
Kaum auf dem TET angekommen, werden wir nach wenigen Kilometern durch einen LKW auf der Fahrbahn gestoppt. Der lädt gerade Holz auf und hat die Stützen ausgefahren. Vorbei kommen wir nicht. Der Forstbeamte sagt, wir können nicht weiter, erst später verstehen wir das der Weg weiter oben einfach nicht passierbar ist. Da es schon recht spät ist, suchen wir eine Alternativroute, die laut den Waldarbeitern passierbar ist.
Auf der Ausweichroute durch den Sonnenuntergang
Kurz vor der Grenze zu Montenegro haben wir auf Booking eine Unterkunft gesehen, die wir jetzt suchen. Rafting Camp am Fluss, sollte leicht zu finden sein. Die Polizeistreife kann uns nicht helfen, aber 2 Jungendliche auf einer 125er zeigen uns den Weg und wo wir die baufällige Uferstraße verlassen müssen. Hier ist nicht nur ein Camp, sondern jede Menge.

Kurz vor acht haben wir eine Hütte. Für 5 Mark pro Person. Und ein super Abendessen gab es für kleines Geld auch noch.

Als ich einem anderen TET-Fahrer unsere Position schicke stellt sich raus, das er auf der anderen Flußseite ist. Wir verabreden uns für den nächsten Tag.

Tag 4:
Tag 2:



Dienstag, 5. Juni 2018

Balkan TET 2018: Tag 2 Zabok Šišava

Balkan TET 2018: Tag 2 Zabok Šišava


Pünktlich um 9 steht Adalin vor der Tür. Das Zimmer ist bezahlt, die Moppeds beladen, der Anhänger in die Wiese geschoben und ans Auto angekettet. Es kann losgehen.

Erst mal schnell zur Tanke. Die DR400 von Adalin hat keinen Reisetank.Das heißt wir müssen alle 180km tanken. Das könnte in Montenegro eng werden, da gibt es einen Teil mit 250km ohne Tankstelle in der Nähe.

Den Track habe ich mit Kurviger.de erstellt. Hauptstraßen ja, Schnellstraßen nein. Wir wollen ja schnell vorwärts kommen. Schnell geht es über kleine kurvige Straßen auf den Berg über Zagreb. Unser neuer Mitfahrer tut sich etwas schwer mit den engen Kehren. Kurz nach meinem "Don't worry, only mainroads today" biegen wir in eine schmale Gasse, fahren durch einen Bach und dann einen steilen Lehmweg in die Weinberge hinauf. Oben warten bis alle da sind und es gibt eine kurze Einweisung an unseren Mitreisenden zum Thema "stehend fahren".

Auf dem Weg Richtung Banja Luka fahren wir ewig lang durch geschlossene Ortschaften. Die Gegend hier ist dicht besiedelt und entlang der Hauptstraßen geht ein Ort in den anderen über. Ab und zu macht der Track einen Bogen ins Umland, wo es etwas besser ist. Auch ist ein Teil der großen Bundesstraße geht einfach Mal komplett geschottert durch den Wald.
Auf der M5 Richtung BiH

Erstes Kennenlernen

So können Hauptstraßen auch aussehen...
Beim Tanken kurz vor der Grenze hat die 6 Monate alte Batterie der DR ihren Geist aufgegeben. Ab jetzt ist anschieben angesagt...
Mopped anschieben bei 28°C
Banja Luka umfahren wir großzügig über die Berge im Südwesten und kommen erst nach der großen Stadt wieder auf die Hauptstraße. Die Umgehung ist fast durchgehend geschottert und mit einigen netten Steigungen versehen. Schön zu sehen, wie der DR-Fahrer immer besser mit dem Dreck klar kommt. Zwischendurch fängt es leicht an zu tröpfeln. Kaum haben wir die Regensachen an, wird es wieder besser.
Regen am Horizont
Die kleinen Landstraßen kosten Zeit. Schon 16 Uhr. 300km in 7 Stunden haben wir geschafft. 100km liegen noch vor uns. Nach der Hitze der Stadt geht es wieder auf eine geteerte Nebenstraße in den Bergen. Gleich besser. Hier gibt es auch wieder die obligatorischen Kühe, die weggehupt werden müssen. Meist kündigen die sich schon ein paar Kurven vorher durch Kuhfladen auf der Straße an.

Bei einer kurzen Pause stoppt ein alter Golf. Der Fahrer redet auf uns ein. Als wir nichts verstehen, nimmt er seinen ca. 8 Jahre alten Sohn und setzt ihn auf mein Mopped. Wir sollen Fotos machen, dann gibt er uns seine Nummer, damit wir ihm die Bilder via Whatsapp schicken.

Auf der Nebenstraße sind wir flott unterwegs. Trotzdem wird es immer später und langsam dunkel. Als wir im Skigebiet bei Šišava ankommen zucken bereits die ersten Blitze. Via WLAN im Apreski-Bereich finden wir ein bezahlbares Hotel nebenan und nehmen uns ein 3-Bettzimmer. Inzwischen ist es 20h und dunkel. Da wir noch kein Mittag hatten, geht es erstmal zum Essen.
Tag 1:
Tag 2:

Sonntag, 3. Juni 2018

Balkan TET 2018: Tag 1 Anreise

Balkan TET 2018: Tag 1 Anreise

Um 5h30 klingelt der Wecker. Schnell noch ein Kaffee, dann geht es um 6h15 auf die Autobahn. Während über dem Sauerland langsam die Sonne aufgeht, rollen wir auf der A45 Richtung Süden. Die vielen Baustellen sind kein Problem, noch ist keiner Unterwegs.

Erst in Würzburg Stecken wir im Stau, nach einer halben Stunde geht es weiter. Das Anhängerüberholverbot nervt. Was bringt es wenn man mit dem Anhänger 100 fahren darf, aber nicht an den LKW vorbeikommt? Die Reisebusse (auch max. 100km/h) dürfen doch auch überholen...

Nachdem wir in Östrereich Unmengen für die Autobahnmaut und diverse Tunnel bezahlt haben geht es nach Slowenien. An der Grenze zu Kroatien ist die Autobahn wegen einer Baustelle tatsächlich für einige hundert Meter geschottert. Der Anhänger hüpft ganz schön...

Um 18h30 sind wir endlich am Hotel, einem alten Schloß mit großem Parkplatz, wo wir das Auto und den Anhänger sicher abstellen können.

Nach einem kalten Ankunftsgetränk werden die Moppeds abgeladen, und es gibt einen sättigenden Salat im Restaurant.
Kroatischer Salat (rechts) mit Topping
Während wir essen, werde ich vom Kellner ausgerufen und mir wird ein Telefon gereicht. Ein italienischer Endurofahrer aus dem Transeuro-Trail-Forum ist in der Nähe und will morgen mit uns mitfahren. Dann sind wir jetzt wohl zu dritt!

Der Anhänger ist sicher hinter dem Auto angeschlossen. Morgen kann das Abenteuer beginnen.

Tag 2 

Mittwoch, 30. Mai 2018

Balkan TET 2018: Tag 0 Erste Panne

Balkan TET 2018: Tag 0 Erste Panne


Das habe ich so auch noch nicht gehabt. Da hetzt man von einer Schulveranstaltung der Kinder nach Hause, um noch in Ruhe den Anhänger zu Beladen, da klingelt das Telefon. Mein Mitfahrer hat nen Platten und ist irgendwo bei Wetter liegen geblieben. Also Anhänger ans Auto und durch den dichten Freitagsnachmittagsberufsverkehr.

Nachdem die XT aufgeladen ist, wird versucht eine Werkstatt mit neuem Schlauch zu organisieren. Handmontage scheidet aus Zeitgründen aus. Bei ATU haben sie gar keine Schläuche und unser Reserveschlauch für die Tour liegt noch in Oberhausen. Unsere Rettung ist die kleine Moppedwerkstatt in Iserlohn.Der Stoppelhopser hat einen Schlauch und auch nach 19h noch auf. Reifen montiert, Abfahrt morgen früh gerettet.

Also noch schnell die Moppeds aufladen und hoffen, dass in dem Streß nichts vergessen wird.
21h30: Die Moppeds sind verladen. Schnell noch den Wagen packen, gleich klingelt der Wecker.

Rückblickend ist dann das Mückenspray zu Hause geblieben. Haben wir zwar manchmal vermisst, hätte aber schlimmer sein können.

Tag 1 (weiter)

Freitag, 18. Mai 2018

Reifen: Michielin Anakee Wild; Zwischenstand

Reifen: Michielin Anakee Wild; Zwischenstand


Knapp 4000km bin ich jetzt mit dem Reifen gefahren und der erste Eindruck hat sich bestätigt.Onroad ist der Reifen besser als sein Vorgänger der T63 und subjektiv auch besser als der K60. Auch auf dem oft rutschigen Asphalt im Balkan hat der Reifen mich nicht im Stich gelassen. Meine Mitfahrer mit Mitas E09 hatten da deutlich mehr Probleme. Trocken war, auch mit Reisegepäck,  jede Schräglage möglich, der Reifen ist über die gesammte Breite nutzbar. Auch bei Regen habe ich mich immer sicher gefühlt.
Kilometerlanger Kurvenspaß ohne Verkehr
 Im Dreck und Geröll, Schotter, Fels Kies, Sand. Nichts hat diesen Reifen aus der Ruhe gebracht. Der scharfkantige Fels in Bosnien hat zwar die eine oder andere Stolle angeritzt, aber nichts, was den Reifen ernsthaft beschädigen würde.


In Albanien  mussten wir mehrere Kilometer durch tiefen Schneematsch, oft mit Lehm vermischt fahren. Auch hier habe ich mich immer irgenwie freifahren können. 12km bergauf mit oft durchdrehendem Hinterrad haben zu sichtlichem Verschleiß geführt.


Das Profil sieht nach dieser langen Tour mit hohem Offroad-Anteil und Gepäck eigentlich noch ganz gut aus. Der K60 war mit gleicher Laufleistung schon ziemlich blank.
TET in Montenegro
Ich habe während der Tour sowohl On- wie Offroad kein Abnehmen der Fahrleistung festgestellt. Mal sehen wie viel Kilomter noch mit dem Reifen drin sind.

Nach 3800km unter härtesten Bedingungen habe ich hinten noch etwas über 5mm, vorne noch 6mm.

Danach werde ich mir sicher noch einen zweiten Hinterreifen gönnen.

Auf dem TET in Montenegro kommt man schnell hoch hinaus