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Donnerstag, 11. Juli 2019

Zubehör: Schluss mit rostig, Edelstahlkrümmer für die CRF

Zubehör: Schluss mit rostig, Edelstahlkrümmer für die CRF

Obwohl ich im letzten Winter kaum bei Schnee unterwegs war sieht auch in diesem Jahr der Krümmer wieder schlimm aus.








Naja, etwas Schnee und Salz war ja schon dabei, zum Beispiel im Februar, als mir an meinem Mazda der Ladeluftkühler explodiert war.




















Der Rostwandler und der neue Auspufflack im Herbst haben zwar an vielen Stellen einen guten Job gemacht, aber im Steinschlagbereich und auf der Oberseite des Rohrs war es teilweise wieder heftig oxidiert.


Nach dem entrosten hatte ich letztes Jahr den Rest mit Rostwandler behandelt, lackiert, mit der Heißluftpistole den Lack eingebrannt.

 
 Und dann natürlich die Einbrennrunde...
Das Beste am Lackieren: Die Einbrennrunde
Minimaliststisch und fast 600g leichter
2017 hatte ich über Ebay einen wirklich tollen Edelstahlkrümmer aus Polen bekommen, der leider entgegen der Aussagen doch nicht für meine 2012er CRF gepasst hat. Dabei war der Carbon Hitzeschutz so schön und 89€ ein Bombenpreis. An der 2017er CRF hätte er gepasst.
Aber passt leider nicht
Der Krümmer von Arrow ist schon deutlich teurer und dann muss man noch den Hitzeschutz anpassen oder neu kaufen. Bei Faddybike hab ich dann ein Modell gefunden, dass eine Schraubenaufname bietet um den originalen Schutz zu verwenden und der Preis von 126,50€ mit Porto war auch OK.
Nächster Kandidat:
Nach Bestellung und PayPal-Zahlung bekam ich eine Mail, dass der Krümmer erst in 2 Wochen lieferbar ist. Aber das Warten hat sich gelohnt. Eine neue Krümmerdichtung habe ich auch geordert, die Alte war nach den vielen Demontagen nicht mehr dicht.

Also erst mal den alten Krümmer runter und die hintere Hitzeschutzbefestigung demontiert. Die Schlauchschelle ist ziemlich vergammelt, da ist eine neue fällig. Die Befestigung wird passend zum Edelstahl kurz entrostet, mit silbernen Zinkspray lackiert und am neuen Krümmer befestigt.

Die alte Krümmerdichtung war dermaßen breitgedrückt, dass sie nur mit langer Frickelei zu lösen war.

Neue Dichtung rein und Krümmer montiert. Sieht schon mal gut aus.





















Noch den Hitzeschutz dran und die Proberunde kann beginnen.
Schon nach wenigen Kilometern ist der silberne Glanz weg und der Krümmer bekommt etwas Farbe.

Zur Technik:

Mit 858g ist der Edelstahl-Krümmer genau 300g leichter als das Original. Der Innendurchmesser ist laut Hersteller etwas größer als beim Original, einen Unterschied in Leistung oder Drehmoment habe ich in keinem Drehzahlbereich gespürt.

Die Maßhaltigkeit von meinem Exemplar ist einwandfrei, Schweißnähte und Material scheinen in Ordnung.

Dank der neuen Krümmerdichtung ist meine CRF wieder superleise, der kernige Einzylindersound ist zum Glück verschwunden.
1158g nach Demontage aller Anbauteile








Freitag, 27. April 2018

Balkantour 2018: Letzte Vorbereitungen

Balkantour 2018: Letzte Vorbereitungen


 Koffer sind gepackt. Die Sitzbank wird dank Schafsfell zum Reisesofa.

Bei einer kurzen Probefahrt passt alles super. Der Schwerpunkt ist im Gegensatz zur Topcase/Gepäckrollenkombination weiter vorne und etwas tiefer. Ich bin auch nicht so zwischen Rolle und Tankrucksack eingeklemmt.



























Das Bordwerkzeug der CRF ist ja gar nicht mal sooo schlecht. Wird aber noch ein wenig ergänzt. Vor allem eine Knarre mit entsprechenden Nüssen kommt mit.

Außerdem ein paar Sturzteile. Nachdem ich mir einmal den Schalthebel verbogen habe, hab ich einen klappbaren. Der alte gerichtete Hebel kommt mit. Einen neuen Bremshebel hab ich nicht mehr bekommen, die Zubehörhebel für die CRF250X passen zwar, die Nase für das Bremslicht fehlt aber.
Verstellbar, aber ohne Bremslichtschalter

Der Kupplungshebel passt, die Nase für den Microschalter ist leicht versetzt, sollte ihn aber auslösen. Für 5€ nehem ich ihn mit, zur Not kann ich halt nur im Leerlauf starten...

Ersatzschleuche, Luftpumpe und Montierhebel haben wir auch. Der Transeuro Trail kann kommen. Unser individueller Track umfasst jetzt 2345km Abenteuer.








Samstag, 31. März 2018

Reisplanung Balkan: Probepacken, Ölwechsel

Reisplanung Balkan: Probepacken, Ölwechsel

Die letzten 4 Wochen vor der Abfahrt sind angebrochen. Zeit, die To-Do-Liste abzuarbeiten.

Die Übergabeinspektion ist 12000km her, also wird ein Ölwechsel fällig. Außerdem muss das neue Gepäcksystem ausprobiert werden.
Regenzeug und Luftpumpe füllen schon eine Satteltasche, die andere Seite reicht für Wanderschuhe, Werkzeug, Kulturbeutel und ein paar Klamotten. Der Rest ist in der Gepäckrolle. Die Technik ist sicher zwischen den Anziehsachen verstaut.
Auf der Sitzbankhabe ich jetzt deutlich mehr Platz als bei der Topcase/Rolle Kombi. Alles liegt stabil. Offroadtest steht noch aus...

Und frisches Öl hat die CRF jetzt auch wieder.
 Mopped ein bisschen nach links und rechts kippen, dann kommen noch einige Milliliter Öl raus.
Neue Reifen sind auch bestellt, der Vorderreifen hält zwar locker noch 1000 bis 2000km aber Offroad  brauch ich was vernünftiges. Bin mal gespannt, ob der Anakee Wild sich genauso gut schlägt, wie der T63.


Mittwoch, 7. Februar 2018

Motorradfahren im Winter

Motorradfahren im Winter


Einen Großteil meiner Motorradkilometer lege ich ja auf dem Weg zur Arbeit zurück. Etwas über 30km geht es über die Höhenzüge des Sauerlandes. Das schützt einem im Sommer vor großer Hitze, hat im Winter aber so seine Tücken.

So gibt es hier einige Täler, in denen im Oktober die Sonne untergeht und erst im März wieder für einige Minuten zu sehen ist. Je nach Wetterlage fährt man dann bei 5°C und klarem Himmel los um bei der Durchquerung der Täler mit Nebel und Bodenfrost zu enden. Oder umgekehrt.
Oben hui, unten pfui. Im Tal kalt und feucht.

Irgendwann habe ich festgestellt, dass ich deutlich bessere Laune habe, wenn ich den Arbeitsweg mit dem Mopped zurücklege. Also wird jeden Morgen aufs neue entschieden, ob das Wetter für den Zweiradeinsatz geeignet ist. Die Anforderungen an "schönes" Wetter wurden mit der Zeit aufgeweicht, aber starker Regen muss z.B. immer noch nicht sein.
Auch bei Nieselregen schöne Aussichten

Im Winter kommt dann noch der Sicherheitsaspekt dazu. Meine Moppedroute führt über schmale, einspurige Nebenstraßen, mit Steigungen teilweise deutlich über 10%. Winterdienst ist da nicht die Regel, Wildwechsel schon.

Im Dezember und Januar ist es dann morgens so dunkel, dass man sich über ein rutschendes Vorderrad erschreckt, weil z.B ein Harvester mal eben 5cm Lehm auf der Straße verteilt hat. Auch vereiste Stellen sind oft schwer zu erkennen. Bei Frost gefriert dann oft Wasser auf der Straße, dass von einem Schneehaufen am Straßenrand oder aus einem Waldweg auf die Straße läuft.
Zwischen taut und gefriert liegt oft nur eine Kurve

In Kurven kann man noch langsam fahren. An Steigungen wird man trotz stehender Räder immer schneller und rutscht ins Tal. Hatte ich letzten Winter, brauche ich nicht noch mal. Also wird an so manchem sonnigen Wintertag das Mopped schweren Herzens zu Hause gelassen.
Suchbild: Wo ist die Straße? (NICHT da wo das Auto steht)

Aber wenn die Straßen trocken sind kann man morgens oder an den Wochenenden seine Spaß haben. Leider findet sich immer eine schattige Ecke, in der die Straße nicht abgetrocknet ist und man das Mopped mit einer Salzlake abspült. Das Mopped hinterher zu Hause abspritzen ist bei Minusgraden nicht die beste Idee und eine Tanke mit Waschplatz ist weit entfernt. Also ist die Transalp inzwischen vom Winterdienst freigestellt und die CRF spielt die Opferanode. Dafür wird sie mehrmals im Jahr  gefettet und mit Zinkgrund behandelt.
Still und starr ruht der See
Manche Wege sind im Winter erst bei Frost vernünftig befahrbar

 Und auch wenn ich mich mit der CRF mal auf eine verschneite Wiese wage, wirklich beherschbar fühlt sich das nicht an. Weder mit dem K60 noch mit dem T63.
Gute Traktion ist anders

Driftübung auf dem Parkplatz

Schneefräsen im Mai am Mangart

Saisoneröffnung im März

Ausrüstung:
Dienstag hatten wir überm Schnee unter -10°C. Das hat mich motiviert zum ersten Mal überhaupt das Winterfutter in die Hose zu machen. War gut. Bis zur Arbeit brauche ich etwa eine halbe Stunde, so lange hält mich mein Zeug warm. Länger ist bei diesen Temperaturen für mich nicht denkbar.
Mit der richtigen Ausrüstung gehen auch eisige Temperaturen

Folgende Ausrüstung macht mir das Leben im Winter leichter:
- Visier mit Pinlock: gute Sicht bei geschlossenem Visier (sonst zu kalt)
- Heizgriffe
- Winschutzscheibe: Wenn der Oberkörper aus dem Wind ist bleibt man länger warm
- Wasserdichte Stiefel
- warme Unterwäsche / Winterfutter
- Drei-Fingerhandschuhe: weniger Oberfläche, je 2 Finger wärmen sich gegenseitig
Mein Wintertipp: 3 Finger-Handschuhe
Schon beim Tauchen hat mich das Drei-Finger-Konzept überzeugt. Mit dem Mopped bin ich seit 1999 mit welchen unterwegs. Weniger Oberfläche, weniger Nähte. Daher immer warm und trocken.

Schnee im Oktober...
... oder im März


Dienstag, 30. Januar 2018

Zubehör: Satteltaschen für die CRF 250L

Zubehör: Satteltaschen für die CRF 250L

Nachdem ich letztes Jahr schon mal ein paar Satteltaschen ausprobiert hatte, haben mich die aktuellen Rabatte bei Louis überzeugt. Die beiden kleinen Modelle werden nämlich grad abverkauft, außerdem gibt es grad Gutscheine.
Samstags beim Louis in Do

Ohne Abstandhalter oder Kofferträger hatten nur die kleinen Taschen einigermaßen gut an der CRF gepasst. Also habe ich mir im Laden noch mal die 15l (39€) und die 20l (49€) Varianten angeschaut. Die Taschen sind nicht wasserdicht, haben aber wasserdichte Innentaschen. Das gefällt mir besser als die Lösung mit Regenhauben. Die Schützen nämlich nicht vor dem Spritzwasser vom Hinterrad und laufen manchmal voll. Dann hat man schnell ein paar zusätzliche Kilos in Form von Wasser am Heck.

Bei diesem Mopped kommen Wasser und Dreck von unten

Bei den kleinen Satteltasche ist der Reisverschluss gut abgedeckt, so das der Spritzwasserschutz gut funktionieren sollte. Auch wegen der guten Bewertungen im Netz, habe ich mich für diese Version entschieden.
Passt

Gehalten wird das ganze von 3 breiten Klettriemen. Zusätzlich sind noch einige Gurte mit Klickverschluss dabei um nach unten abzuspannen. Das fällt bei mir mangels Befestigungspunkten Weg, dem Nummernschildhalter traue ich das nicht zu. Nach vorne wird zur Beifahrerfußraste abgespannt.
130km/h Test bestanden

Halb gefüllt lagen die Taschen schon mal schön an. Bei Gelegenheit werde ich das Ganze mal komplett und schwer bepacken. Bin gespannt, wie sich das zusammen mit der Gepäckrolle so macht.

Dann muss ich auch mal schauen, ob ich die Seitendeckel mit Folie abklebe. Bei der Tour durchs Baltikum letztes Jahr hat mir die Gepäckrolle in Verbindung mit dem Dreck ja einiges zerkratzt. Und da hat die Rolle ja eigentlich auf der Sitzbank gelegen und sich nur abgestützt.
Hier hat sich der Sand bis in den Kunstoff gerieben


Warum jetzt doch Satteltaschen? Die Kombi Topcase / Gepäckrolle hat gut funktioniert, sah aber hässlich aus und hat den Platz auf der Sitzbank eingeschränkt. Mit den Satteltaschen kann ich schwere Dinge wie z.B. Werkzeug möglich tief transportieren, was den Schwerpunkt positiv beeinflussen sollte.
Irgendwo in Masuren: Wenig Platz für den Fahrer
Außerdem Wandert der Schwerpunkt leicht nach vorn. Beim Test am Steilhang mit Gepäck wurde das Vorderrad damals recht leicht. War im nordpolnischen Sand egal, im Hochgebirge des Balkan eher nicht.
Da die aktuelle Planung für den Abenteuerurlaub 2018 nach deutlich anspruchsvolleren Offroad-Passagen aussieht als letztes Jahr in den baltischen Sandwegen, will ich bei Handling und Gewicht noch ein wenig rauskitzeln. Wenn man schon nicht so fit im Offroadfahren ist, sollte wenigstens das Werkzeug was taugen. ;-)

Nachtrag März 2018:


Erste Probefahrt mit vollen Satteltaschen. Sitz alles relativ stabil. Besser wäre noch eine Möglichkeit nach hinten/unten abzuspannen. Aber selbst mit 120 auf der Autobahn war alles ruhig.
  Die rechte Tasche liegt auf dem Hitzeschutz. Sieht etwas krum aus, dafür kann nix verschmoren. In den Satteltaschen sind jetzt mit die Versteifungen monitert, dadurch sind sie deutlich breiter und stabiler als auf den Bildern oben.
 Auf der Tour kommt noch das Schafsfell drunter. Mal schauen wie stark das scheuert.















Nachtrag: Mai 2018
Gepäck von hinten...
Gepäck von hinten...
Die Balkantour war der Hammer. und das Gepäcksystem hat sich so auch bewährt. Die Seitendeckel

hat der Dreck, der sich unter den Satteltaschen sammelt etwas zerkratzt. Aber die vollbepackten Taschen sind trotz heftigem Schlechtweg und Offroadeinsatz nicht verrutscht.

Ich hatte alle schweren Dinge unten in den Satteltaschen, das brachte sowohl bei den Offroadpassagen als auch in den engen Serpentinen bestes Handling.

Trotzdem plane ich mir ein paar Abstandhalter zu bauen, damit ich auch größere Satteltaschen verwenden kann. Für die Zwei Wochen waren Rolle und kleine Tasche ausreichend. Wenn ich aber Zelten will, brauche ich mehr Platz.


...und von der Seite
...und von der Seite