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Dienstag, 19. Dezember 2017

Zubehör: Tourenscheibe für die CRF250L

Zubehör: Tourenscheibe für die CRF250L


Als ich mir 1995 meine Transalp gekauft habe, war die Verkleidung ein nicht unwesentlicher Kaufgrund. Nach 6 Wintern im Fahrtwind wollte ich ein bisschen mehr Wetterschutz. Unvergessen, als mir die Kollegen in der Lehrwerkstatt nach 60min Fahrt bei -12°C beim absteigen helfen mussten, da ich mein Bein nicht mehr über die Sitzbank bekam.

Bei der Überführungsfahrt der CRF nach Hause im Januar bei 1°C und Nieselregen kehrten die Erinnerungen schlagartig zurück. Auch wenn meine Bekleidung inzwischen deutlich besser ist als in den frühen 90ern mit Schüler/Azubi-Budget.

Als erstes wurden Handprotektoren montiert um die Finger aus dem Fahrtwind zu halten. Später folgten die Heizgriffe.

OK, Finger sind warm. Aber spätestens bei der langen Regenfahrt im Baltikum wurde deutlich, wie nass man ohne Windschutz von vorne wird. Das ließ sich zwar mit ausreichend Regenkleidung in den Griff kriegen, aber schön ist anders.

Auf Instagram und in diversen Foren habe ich einige CRF mit Frontscheiben gesehen, die die Ästhetik der Maschine nicht komplett in Frage stellen. Auf Nachfrage waren die Teile aus Japan und den USA und somit nur mit hohen Kosten für Porto und Zoll zu bekommen. Nach langem Suchen wurde mir auf der US-Plattform von Ebay ein türkischer Händler angezeigt, der auch nach Deutschland liefert. Die Bilder sahen gut aus also habe ich die Scheibe bestellt. Die beiden CRFs von oneroadoneworld haben ihre Scheiben auch aus der Türkei.

2 Wochen später war das Paket da.
Unmengen Polsterfolie statt Pappbox


Die Scheibe wirkt recht hochwertig, mit unterschiedlicher Materialstärke in einzelnen Bereichen.
 Das Montagematerial wurde recht grob aus Stangenware zurechtgesägt, erfüllt aber seinen Zweck.
 Anbauanleitung gibt es keine, aber dieses Bild bei ebay. Reicht auch...
Also bei nächster Gelegenheit mit der Montage begonnen:
- Zuerst die 4 Schrauben lösen, die den Scheinwerfer halten (SW10)

-Danach lassen sich die 4 Kreuzschlitzschrauben lösen, die die Lampenmaske am Scheinwerfer fixieren
- Scheibe mit Abstandsbolzen an der Lampenmaske anhalten und die Löcher anzeichnen (besser zu zweit)
-Bohren
Immer eine Überwindung, Löcher in "heile" Teile zu bohren
-Scheibe mit den Abstandshaltern laut "Anbauanleitung" montieren
Mit Blitz

Ohne Blitz
-Alles wieder am Mopped befestigen
So sauber ist die nie wieder



Sonntag war der Schnee zumindest von der Fahrbahn verschwunden und Salz war auch nicht so viel auf der Straße. Also konnte eine erste Probefahrt in Angriff genommen werden.
Neue Optik

Mein erstes Fazit nach 20km:
Es wird lauter. Da die Scheibe hinterströmt ist, sind die Verwirbelungen aber deutlich kleiner, als bei der Transalp. Die Strömungskante ist bei mir (1,80m) an der der Oberseite vom Helm, die Geräusche sind bei Tempo 100 etwas lauter als ohne Scheibe. Ich meine, bei der Probefahrt mit der Rally im Juni war es lauter. Außerdem nimmt man im Windschatten der Scheibe die Motorgeräusche deutlicher wahr, d.h. ich höre den Auspuff neuerdings.

Oberkörper und Schultern sind komplett windgeschützt. Erst ab den Ellenbogen wurden die Unterarme vom Nebel feucht. Normaleweise kriecht bei Nebel die Kälte schnell durch die Klimamembran. Das ist jetzt anders. Obwohl wir um die 0°C haben wird mir auf der kurzen Tour nicht kalt. Ich fürchte im Sommer wird sich das andersherum auswirken.

Die Lampenmaske ist zu weich für die Aufnahme der Scheibe, ich werde zur Stabilisierung wohl noch etwas zwischen Tachohalterung und Maske bauen.


Generell bin ich mit der Scheibe sehr zufrieden. Ob ich sie im Hochsommer abbaue entscheide ich dann. Wenn es 2018 wie geplant Richtung Balkan geht werde ich sie drauf lassen, da ich Anfang Mai in den Bergen kalte Temperaturen und eisige Schauer erwarte. Wenn ich an den Schnee und Hagel 2016 in Montenegro denke, sicherlich eine gute Option.

Am Ende der Fahrt ist die Scheibe weiß getönt vom Salz
Update nach der ersten Fahrt im Dunkeln:
Da die Scheibe unmittelbar über dem Scheinwerfer montiert ist, wird das Streulicht durch das Scheibenmaterial geleitet. Der gesamte Rand leuchtet leicht im Dunkeln. Sieht cool aus, hat bei meiner Fahrt im Nebel bei Dunkelheit aber die Sicht leicht eingeschränkt. Mal schauen, ob ich durch Abkleben des unteren Randes der Scheibe den Effekt verringern kann.
Hält bei Regen schön trocken

Mittwoch, 13. Dezember 2017

Filmtipp: ACT Griechenland

Filmtipp: ACT Griechenland



Touratech schickt eine Gruppe Zweirad-SUVs durch die griechischen Berge. Tolle Offroad-Tracks mit traumhafter Kulisse. Wenn ich es richtig verstanden habe, sind die Tracks mit der örtlichen Tourismus-Behörde abgestimmt. Tolles Projekt!








Vieles erinnert mich an die Highlights unserer Balkan-Tour 2016.  Hoffentlich wird nach Portugal und Griechenland sowas auch noch im Balkan und Rumänien umgesetzt. Gerade Bosnien ist ja doch deutlich schneller zu erreichen.


Griechenland  ist mir für einen 1-2 Wochen Trip noch zu weit weg. Aber die Planung für Balkan 2018 läuft. Dann aber mit der CRF250L, damit die Pisten in den Bergen auch mit Gepäck ein Vergnügen werden.



Freitag, 8. Dezember 2017

Post vom Nikolaus

Post vom Nikolaus



Der Kalender ist da.




Schön ist er geworden. Schade das man nur 12 Bilder nehmen kann. Alle eingereichten Bilder findet ihr HIER. Danke an Roger für die Arbeit.
Miss Januar
Da steht die Transalp auf einer der mittleren Kehren am Vrisic-Pass in Slowenien während der Balkan Tour 2016.


Inzwischen ist Miss Januar ja zerlegt, damit sie an ihrem 25. Geburtstag nächstes Jahr in neuem Glanz erstrahlt und für die nächsten 25 Jahre gewappnet ist.


Nächstes Jahr müsste man mal einen Kalender mit CRF Bildern machen. Ein paar Bilder hätte ich schon...



OK, ich denke ich muss mal einen Jahresrückblick machen. Sind echt tolle Bilder dieses Jahr zusammen gekommen.

Mittwoch, 29. November 2017

Transalp Kalender 2018

Transalp Kalender 2018



Das ich gerne mal Fotos von meinen Motorrädern vor schönem Hintergrund mache, ist bestimmt dem einen oder anderen aufgefallen...


Mit einigen dieser Bilder habe ich mich auch dieses Jahr an der Abstimmung zum aktuellen Transalp-Kalender beworben und werde nun, wie im letzten Jahr, die Miss Januar!


Heimlicher Star sind mal wieder die tollen Hintergründe aus allen Ecken der Welt, den die TRansalps kommen weit rum.




Auch wenn es etwas eng ist, wer mag, kann den Kalender noch bis zum 30.11. über diesen Beitrag im Transalp-Forum bestellen.


Danke an Roger für den Einsatz.
Miss Januar 2017


Miss Januar 2018

Freitag, 17. November 2017

Reifen: Michelin T63 / Zwischenstand

Reifen: Michelin T63 / Zwischenstand


So, die ersten 4000km mit den Reifen sind geschafft. Zeit für einen Zwischenstand:

Fahrverhalten:

Straße: Gute Haftung, ob bei trockener oder Nasser Straße. Wird auf nasser Straße bei Schräglage stark beschleunigt, kündigt sich der Grenzbereich deutlich an. Bei Temperaturen unter 10°C ist der K60 einen Hauch besser. Das Profil kann in der ganzen Breite benutzt werden. Das schmale 80er Vorderrad ist bis Tempo 30 etwas kippelig. Je höher das Tempo, desto stabiler und präziser lässt sich das Vorderrad lenken.

Schotter: Auf Schotter bietet der Reifen etwas mehr Halt als der K60. Schnitte und Risse in den Profilblöcken nach wilden Schottereinsätzen konnte ich, im Gegensatz zum K60, nicht feststellen.

Sand, Schlamm: Hier spielt der Reifen seine Stärke aus. Im Schlamm, wo selbst der neue K60 regelmäßig mit einem ausbrechenden Hinterrad verunsicherte, hält der T63 die Spur und setzt sich dank besserer Selbstreinigung kaum zu.
Auf meiner Tour durchs Baltikum sind wir mehrere hundert Kilometer auf Sandwegen unterwegs gewesen, auch hier war der Reifen eine große Hilfe. Selbst mit Gepäck auf den stark verspurten Wegen hatte ich nie größere Probleme. Bei der Probefahrt mit der CRF 250 Rally konnte ich beim direkten Vergleich zum serienmäßigen IRC Reifen den Unterschied deutlich spüren.

Verschleiß: 
Von Mai bis November bin ich jetzt 4000km gefahren. Davon 2000km mit Gepäck durch Polen und Litauen mit einem Offroadanteil von ca. 50% und relativ wenig Kurven. Den Rest auf meinem Arbeitsweg und Touren durch das Sauerland, wo ich auch die Seiten des Profils mal benutzt habe. Zusätzlich noch einige Einsätze auf Lehm und Schotterwegen, gerne auch mal steil Bergauf mit durchdrehendem Hinterrad.

Dabei ergibt sich nach 4000km folgendes Restprofil:
Vorn  80/90 - 21 M/C 48S TT Neu 7mm; Innen 5mm Außen 5mm













Hinten 120/80 - 18 M/C 62S TTNeu 11mm; Innen 4mm Außen 7mm



















Die 5500km Reichweite des K60 sollte also auch mit diesem Reifen möglich sein, evtl. sogar etwas mehr.. Ein Vergleich mit dem K60 ist hier schwer, da ich mit dem Heidenau nicht soviel Offroad unterwegs war.

Fazit:
Der Michelin T63 ist auf der CRF250L ein hervorragender Reifen. Seine gute Haftung erkauft er sich über eine recht kurze Lebensdauer. Daher werde ich den Reifen nächstes Jahr im Balkan noch einmal gründlich Testen. Mal schauen wie lange er auf Schotter und Felsgeröll so hält.

Ich bin immer noch erstaunt, das die CRF so ein Reifenfresser ist. An die Reichweite der Hinterreifen meiner Transalp komme ich einfach nicht ran. Selbst mit gleichen Reifen. Liegt wahrscheinlich daran, das der 120/80 von Haus aus mit sehr kurzen Stollen kommt. Ein 120/90 wäre da um Längen besser. Ohne Anhängeranreise würde ich bei einer typischen Urlaubsreise den kompletten Hinterreifen verbrauchen.

Welche Fahrleistungen habt ihr den so mit euren Reifen / bei welcher Reifendimension?

Meine subjektive Bewertung dieses und aller weiteren Reifen findet ihr hier: Reifenseite

Sonne im Spätherbst

Sonne im Spätherbst


Heute morgen habe ich mich noch bei 3 Grad durch den Nebel gequält. Nur, damit ich heute Nachmittag endlich mal wieder im Sonnenschein fahren kann.


Selbst um halb vier ist es in den Tälern schon ziemlich kühl. Der Dunst steigt auf und wird von der unter gehenden Sonne in ein warmes gelb getaucht.

An den Nordhängen sind die die Straßen über den Tag nicht abgetrocknet und es ist feucht und kalt. Gut wenn man die richtigen Klamotten trägt.
treuer Begleiter im Winter


Am Telegraf treffe ich noch Frau und Hund. Nach einer freudigen Begrüßung wird die Aussicht übers Ruhrgebiet genossen.




Dienstag, 7. November 2017

Wenn die Tage kürzer werden

Wenn die Tage kürzer werden


Meinen Weg zur Arbeit lege ich meist mit dem Motorrad zurück. Das hat viele Gründe. Der schönste und kürzeste Weg ist mit dem Auto kaum zu befahren. Bei Gegenverkehr muss man schon mal einige hundert Meter zurücksetzen. Mit dem Auto muss ich über die Autobahn. Und auf der Stau es sich nachmittags noch die nächsten paar Jahre, den die Brücken auf der A45 sind alle am Ende.

Mit dem Mopped fahre ich über einen Höhenweg (400-500m hoch), nach Westen immer den Blick auf das neblige Lennetal. Einfach toll.

Also bin ich meist der letzte in der Firma, der zum Jahresende mit dem Mopped auftaucht, und im Frühjahr der erste.

Zu dieser Zeit ist man oft bei tollem Licht unterwegs
Ganz schön kalt heute morgen...
Und gestern Abend war es auch nicht wärmer
Blöd wird es immer ab November, wenn man morgens im Dunkeln unterwegs ist, aber Bauernglatteis und Laub nicht rechtzeitig sehen kann. Und zum Feierabend ist es auch wieder dunkel.

Nicht der Arbeitsweg, nur Fotospot
Gefährlich wird es dann bei Raureif. Bei einigen Stellen ist es bei mehr als 10% Steigung schon schwierig Bergab in der Spur zu bleiben. An Bremsen ist gar nicht zu denken. Also geht jeden Morgen der Blick nach draußen, ob ich es wagen kann, mit 2 Rädern in den Tag zu starten.

Freitag, 3. November 2017

Spätsommertour: Mein erster Platten

Spätsommertour: Mein erster Platten





2 Wochen lang habe ich mir morgens auf dem Weg zur Arbeit den Hintern abgefroren. Die Sonne versteckte sich noch hinterm Horizont und der Nebel in den Tälern transportierte die Kälte durch die Klimamembran. Anfang Oktober ist es im Sauerland halt Zeit für das Winterfutter.


Und wie jeden Herbst: Kaum ist das Futter in der Jacke, steigen die Temperaturen tagsüber auf über 20°C. Da traf es sich gut, dass Hanjo den K60 an der Tiger aufbrauchen wollte.


Also ging es nach einem großen Kaffee zum Motorrad über dem gerade eine Tante JU ihre Kreise drehte.


Um mal ein paar neue Wege zu entdecken, wurde Schmallenberg als Ziel definiert und die kurviger.de-App sollte uns mit der Einstellung "sehr kurvig" und "Hauptstraßen meiden" dorthin führen. Den Track habe ich dann aber doch nach OSMAND portiert, da gefällt mir die Bedienung einfach besser. 
Auf dem Wixberg
Fazit: Der Track hat mir abseits meiner Standartstrecken einige tolle Alternativen gezeigt und auf Hauptstraßen waren wir kaum unterwegs, was sich in einer niedrigen "Opa mit Hut" Quote auszahlte.
Goldener Oktober
Schöne Ausblicke
Sobald man sich im Sauerland etwas von den Talsperren entfernt und Bundesstraßen meidet, hat man die Wege quasi für sich allein. Und so wurden die Reifen noch mal an den Seiten benutzt, bevor das Herbstlaub und das Bauernglatteis starke Schräglagen zum Gesundheitsrisiko werden lassen.
Hessen ist nah


In Schmallenberg gab es einen Belohnungsdöner (mit Scharf), bevor kurviger.de uns Richtung Bergisches Land führen sollte, damit mein Begleiter seine Heimreise ins Flachland antreten kann.

Nix als Gegend...



Nach einem kurzen Halt am Modellflugplatz in Plettenberg war irgendwas merkwürdig. Die Alp beschleunigte nicht mehr richtig und es fühlte sich an, als wäre das Hinterrad lose.
Da sah es noch harmlos aus...


Wie sich herausstellte, hatten sich 5cm Altmetall bis zur Felge in de Reifen gebohrt. Wie zu erwarten, half das Pannenspray, das uns schon durch Balkan und Baltikum ungenutzt begleitet hatte NICHT.
Nach langem Ziehen mit dem Bordwerkzeug


Also kurz abwägen: Den Anhänger hatte ich bereits bei meinen Eltern eingewintert. Auf der Tiger als Sozius nach Hause, Anhänger holen und zur Alp würde mindestens 2,5h dauern. Also die goldene ACE Karte gezückt und den Pannendienst angerufen. Glücklicherweise waren wir gerade auf einer Landstraße, hierhin sollte es auch ein Abschleppwagen schaffen.


Aus den versprochenen 45min wurden 2,5h! Der zuvor abgeschleppte SLK hatte eine geplatzte Ölwanne und die Ladefläche musste gereinigt werden. Auch so hatten wir zu dritt Probleme die Transalp auf rutschige Ladefläche zu packen.


Zu Hause war ich sehr erstaunt, wie schwer sich die Alp mit plattem Hinterreifen schieben lässt. Hab sie jetzt einfach leichter gemacht.


Erster Schritt zum Projekt Jungbrunnen, damit sie im März zum ihrem 25. Geburtstag wieder strahlt...


War trotzdem ne schöne Tour.