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Freitag, 14. September 2018

Hunting the light (6)

Hunting the light (6)


Nach dem Regen gestern ist ein Hauch von Feuchtigkeit im Boden. Das reicht dann auch für ordentlichen Nebel am Morgen.

Die Sonne kämpft sich durch den Nebel.












Und dann, ab in den Nebel und zur Arbeit. Der Nebel macht Helm, Kleidung und Mopped nass, ich mache die ganze Zeit den Scheibenwischer. Bei 8 Grad und hoher Luftfeuchtigkeit ist man froh, hinter der Verkleidung zu sitzen.






Dienstag, 4. September 2018

Hunting the light (5)

Hunting the light (5)


Endlich! meine Strecke über die Höhenwege ist frisch geteert und ich kann auf dem Weg zur Arbeit wieder den Fernblick genießen. Wurde auch Zeit, den die Vorboten des Herbstes lassen die Täler noch lange im Nebel liegen.

Selbst hier oben wabern einige Nebelbänke dicht über dem Boden und fließen langsam in die Senken. Manchmal sind die Reifen in der Nebelsuppe und der Helm schaut oben raus.
Dann schiebt sich langsam die Sonne über den Nebel und lässt ihn rot aufglühen. Schnell noch ein paar Bilder machen, dann muss ich kurz ins Tal und wieder hoch zum nächsten Bergrücken.

 Noch 2-3- Wochen, dann she ich die Sonne hier morgens nicht mehr.
Aber aus dem Nebel kommt man bis zum Ziel nicht mehr raus. Am Ende sind Jacke und Motorrad tropfnass und das Visier muss alle paar Meter frei gewischt werden...

Freitag, 24. August 2018

Balkan TET 2018: Tag 8: Aste Bar Valbona Valley National Park

Balkan TET 2018: Tag 8: Aste Bar


 Am Morgen hängen zwar immer noch viele Wolken in den Bergen fest, aber es ist trocken und die Sonne scheint immer wieder.

Also erst mal Frühstück mit Aussicht.
In unmittelbarer Nähe zu unserer Unterkunft befindet sich der Valbona Nationalpark, eine Sackgasse, die entlang der Grenze zum Kosovo in die Berge führt. Davon hatte ich schon einige nette Videos gesehen. Da die Fähre erst um 13 Uhr ablegt, will ich noch ein bisschen das Flusstal erkunden. Meine Mitfahrer wollen lieber auf dem Balkon in der Sonne sitzen und Kühe anschauen.
Also breche ich alleine auf. Ich verlasse die tolle Unterkunft, von der aus ich gerne noch einige Touren unternommen hätte. Aber das Wetter spielt nicht mit.
Auf in die Berge
Über Bajram Curr geht es Flussaufwärts in den Nationalpark. Durch die Schneeschmelze ist der Fluss schon recht ordentlich gefüllt und donnert teilweise durch die Schlucht.

Auch hier mangelt es nicht an Tieren auf der Fahrbahn. Und so schlängle ich mich durch Kühe...
... und Ziegen.
 Angekommen im Valbona Valley National Park sieht man ab und zu einige Wanderer und Fahrzeuge.

In den Felsen entdeckt man immer wieder diverse Bunker. Hauptsächlich diese kleinen Einmannbunker, die überall in Albanien an den Straßen stehen.

Dann endet die Straße und es geht in das teileweise mehrere hundert Meter breite Flussbett. Ich folge einer Fahrzeugfahrspur, auf der der Kies einigermaßen verdichtet ist. Im losen Kies sinken die Räder schnell ein und die Fuhre beginnt zu schlingern. Der Fluss teilt sich in mehrere parallele Arme auf, die sich bequem mit der CRF durchqueren lassen.

Während ich meine Fotos mache, kommen 3 einheimische Wanderer vorbei. Einer hat lange in Deutschland gewohnt und schwärmt davon, wie schön es dort ist. Ich zeige auf die Berge rundum und lobe Albanien. So hat jeder seine Traumziele.
Sobald der Motor aus ist, hört man nur noch das plätschern des Wassers.


Gerne wäre ich weiter gefahren, bis es nicht mehr weiter geht. Auf den Wanderschildern war schon Theth ausgeschildert. Nur 4,5 Stunden wandern.
Aber ich muss ja zur Fähre und kann nicht einschätzen, wie lang ich wirklich dahin brauche.
Ging schneller als ich dachte. 50 min zu früh stehe ich am Anleger. Ein kleiner Junge kauft Tickets für den Harbour-Fee zu ein Euro. Wenn ich es richtig mitbekommen habe, war das wohl auch wieder Betrug..
Endlich kommen meine Begleiter und wir fahren auf das Schiff.
Regelmäßig strömt durch die Schluchten kalte Luft auf den See und bildet Nebelschleier über dem Wasser, schön anzusehen.
Der alte Schiffsdiesel startet. Wir fahren an der alten, ausgebrannten Fähre vorbei über den See.
Eine handvoll Autos, 4 Motorräder und jede Menge Backpacker sind an Bord.
Noch gibt es ein Straße
Es ist schon imposant, wie das Schiff zwischen den hohen Bergen hindurch fährt. Ständig fährt man auf die Felsen zu, bis sich langsam die schmale Passage zum nächsten Teilstück des Sees öffnet.
Und dann taucht in einer Schlucht plötzlich die andere Fähre mit Katja und Torsten auf.


Die Fähre ist deutlich größer als unsere, da wird einem erst mal klar, wie hoch die Berge rundum sind.



Leider zieht sich der Himmel langsam zu und es beginnt zu nieseln. Schnell bin ich allein auf dem Oberdeck.

In den Bergen und am Ufer sieht man immer wieder Häuser und kleine Dörfer, die über Straßen nicht zu erreichen sind. Schmale Pfade führen zum Ufer, wo kleine Boote vertäut sind. 2 Mal kommen diese Boote lägstseits und bringen Passagiere an Bord, die mit der Fähre in die Stadt fahren.


Dann erreicht die Fähre die südliche Staumauer. Wir legen an und in die Lücke zwischen Boot und Straße wird ein Baumstamm geworfen, damit die Autos nicht aufsetzen. Durch einen engen dunklen Tunnel geht es auf die Rückseite der Staumauer und dann Richtung Shkodra.
Jonathan muss dringend Tanken, aber wir haben kaum noch passendes Bargeld. Nach etlichen Versuchen finden wir eine Tankstelle mit einem Schild, dass Kartenzahlung möglich ist. Sicherheitshalber fragen wir noch mal nach. NACHDEM wir angefangen haben zu tanken fällt dem Tankwart ein, dass er wohl doch keine Karten akzeptiert. Wahrscheinlich will er beim Umtausch betrügen. Wir brechen den Tankvorgang ab und geben ihm unsere letzten Münzen. Dann tanken wir halt in Montenegro.

Ich habe seit dem Frühstück nichts mehr gegessen und mein Wasser ist auch alle. Der knurrende Magen drückt meine Stimmung, wahrscheinlich sehr zur Freude meiner Reisebegleiter. Aber irgendwie finden wir nichts, wo wir uns willkommen fühlen und es WLAN für die Unterkunftsuche gibt.

Wir durchqueren Shkodra und sehen am Seeausgang die riesigen Fischernetze im Fluss. Ich habe Hunger.

Einige Kilometer vor der Grenze stehen wir im Stau. Autos, Busse, LKW, alle wollen nach Montenegro. Angesichts der vielen Buden und Markstände entlang der Straße scheint das hier normal zu sein. Wir überlegen uns nach vorne durch zu Mogeln, auch ein Verkäufer rät uns dazu. Kurz vor dem Zollgebäude kommt ein Grenzer auf uns zu und schickt uns zum Fußgängerübergang. Also fahren wir quer durch das Gebäude mit den Motorrädern durch einen schmalen Gang erst zum Ausreiseschalter und dann zum Einreiseschalter.

In Montenegro finden wir schnell eine Tanke mit Cafe und WLAN. Während ich auf unsere Cappuccinos warte schließt mich ein ca. 70jähriger in sein Herz. Ein Gast übersetzt, dass er mit seinem Chopper hier ist und öfter Touren in die Berge macht. Er möchte mit mir die Moppeds tauschen und zeigt auf einen 250er Chinachopper mit viel verchromtem Plastik. Schweren Herzens lehne ich ab. ;-)

Im Netz finden wir eine bezahlbare Unterkunft am Mittelmeer nahe der Stadt Bar. Auf den letzten Metern geht es über einen extrem steilen Betonweg runter zum Meer. Wenn man hier mit einer Enduro fester bremst, geht die Kiste vorne rüber. Wir stehen in der richtigen Straße, können aber kein Schild oder ähnliches entdecken. Ein Anwohner, der gerade den Müll rausbringt spricht uns an. Wie sich rausstellt ist er der Bruder unseres Vermieters, das Apartment liegt 2 Straßen weiter oben. Da sein Bruder gerade unterwegs ist, sollen wir uns erst mal auf seine Terrasse setzen, er wird sich um alles kümmern. "No Problem", das hört man gerne und die Terrasse ist toll.
Er erklärt uns, das die Saison noch lange nicht begonnen hat und noch niemand mit Gästen rechnet, sein Bruder hatte unsere kurzfristige Buchung noch gar nicht mitbekommen.
Sein Vorschlag: Wir bekommen seine große (und deutlich teurer) Ferienwohnung zum Kurs des Apartments und müssen nicht mehr warten. Hausher und Hund sind uns sympathisch, die FeWo ist toll, wir bleiben. Ein Restaurant gibt es in der Nähe leider nicht. Da ein Gewitter aufzieht fahren wir nur zum nächsten Einkaufsladen und holen uns was für das Abendbrot. Einkaufen mit großem Hunger, dass bedeutet, die Ladekapazitäten des Mopped werden zu 120% ausgeschöpft.

Als wir wieder in den steilen Weg zur FeWo einbiegen zucken bereits die Blitze über den Himmel.

Wir stellen die Moppeds im Carport ab und werden auf den letzten Metern noch nass.

Auf dem Überdachten Balkon genießen wir unser Abendessen, während es aus Kübeln schüttet und unter uns die Brandung in die Felsen donnert.
Endlich was in den Magen.
Der Rakjia in Hanjos Tasche ist trotz Panzerband undicht geworden. Auch wenn ich eigentlich für solches Zeug nicht zu haben bin, suchen wir uns 3 "Pinnchen" zusammen. Wenn ein solcher Abend kein Anlass ist...

Wir planen für den nächsten Tag. Wenn unser Vermieter mitspielt, wollen wir einen Tag länger bleiben, und uns ohne Gepäck Kotor und den Lovcen anschauen, bevor es endgültig auf den Heimweg geht.




Tag 7: