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Montag, 25. März 2019

Werkstatt: Neue Ausrüstung

Werkstatt: Neue Ausrüstung


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Vor einigen Wochen bekam ich eine Anfrage, ob ich mir vorstellen könnte, einige kostenlos zur Verfügung gestellte Produkte der Firma XLMOTO testen wolle. Die Artikel sind aktuell stark reduziert im Angebot.

Nach meiner Zusage bekam ich innerhalb von 2 Tagen einige große Pakete.



Dann ging es ans Auspacken. Da draußen aktuell ein Sturm nach dem anderen unterwegs war, konnte  ich mich erstmal nur mit dem Proworks Montageständer beschäftigen.

 Jeder der beiden Montageständer wird mit 2 unterschiedlich breiten Bügeln geliefert. Dies sorgt in Verbindung mit den in der Breite variablen Aufnahmen dafür, dass man den Ständer sowohl für das Vorder wie auch für das Hinterrad verwenden kann.
 Bei der Transalp brauche ich vorn den schmalen und hinten den breiten Bügel. Bei der CRF ist der schmale Bügel immer ausreichend. Leider reicht der Hub des Ständers bei der CRF vorne nicht, um das Vorderrad frei drehen zu können. Bei der Alp stehen die Gabelholme weiter nach unten und heben das 21 Zoll Rad komplett in die Luft.

Hinten an der CRF reicht der Hub am 18 Zoll Rad gerade, dass der nagelneue Hinterreifen frei drehen kann.

Die Montageständer ließen sich einfach und ohne Werkzeug montieren. Eine Montageanleitung lag nicht bei. Sie machen einen soliden Eindruck und bieten ein guten Gegenwert für den aktuellen Angebotspreis.


 Am letzten Freitag zeigte sich dann der Wettergott gnädig, und ich konnte das große Paket ausprobieren, das XLMOTO Rennzelt mit Seitenwänden. Hierbei handelt es sich nicht um einen Gartenpavilion der aus dünnen Rohren zusammengesteckt wird, sondern um ein Stahlgestell, das wie ein großer Sonnenschirm aufgespannt wird.

Auch hier gibt es keine Aufbauanleitung aber ein brauchbares Video auf der Seite von XLMOTO.

Mit mehreren Personen sollte der Aufbau sehr schnell gehen. Ich habe alleine ca. 10 Minuten benötigt. Beim zweiten Mal sollte es in unter 5 möglich sein.

Zuerst habe ich die Ziehharmonika ein wenig auseinandergezogen und dann abwechselnd von allen Seiten breiter gestellt. Als genug Platz war, habe konnte ich mich dann ins innere Stellen und das System in der Mitte anheben. Dadurch wurde der Mechanismus mit einem Ruck fast vollständig entfaltet.


 Am Gestänge ist eine Klettfläche fest verschraubt. Dadurch kann das Dach an den Ecken prima fixiert werden, bevor man die Schieber einrastet und das Dach fest verspannt.

Das Gelenk ist so gestaltet, das der Druckknopf beim Spannen automatisch gedrückt wird und man dafür nicht noch eine zusätzliche Hand benötigt. Will man das Zelt abbauen, gibt es einen großen Taster um den Mechanismus zu entrasten. Kein Werkzeug oder gequetschte Finger nötig. So was habe ich schon deutlich schlechter gesehen.
Nachdem das Dach stramm gespannt ist, können die Beine in 3 Stufen höher gestellt werden. Der Verstellmechanismus ist so konstruiert, dass auch ein nicht eingerastetes Bein nicht plötzlich wegtaucht sondern langsam absinkt.

Die Seitenwände lassen sich einfach an der Umlaufenden Klett-Leitste am Dach befestigen. Wenn man nicht, wie ich, die falschen Seitenwände nebeneinander Aufhängt, lassen sich auch die Seitenwände via Klett miteinander verbinden. Wenn man es richtig macht sind die Wände auch an den Ecken winddicht und man ist hervorragend geschützt.

Das XLMOTO Rennzelt ist stabil und wirklich schnell auf und abgebaut. Durch sein hohes Gewicht steht es bei leichtem Wind sicher auf dem Boden, ist aber auch in der mitgelieferten Tasche schwer zu tragen. Für ein Endurowochenende in Bilstain würde ich es aber gerne mitnehmen. Auch beim nächsten Wohnwagenurlaub ist es schon eingeplant.

Für den aktuellen Angebotpreis ist das Zelt wahrscheinlich ein guter Deal.


Geschafft.

Am meisten überrascht hat mich aber die Öko-Werkstattmatte. Dieser Teppich ist auf der Unterseite gummiert und kann bis zu einem Liter Öl aufnehmen. Sie wird fester Bestandteil meiner Werkstattausrüstung.

Alle hier beschriebenen Artikel wurden mir von XLMOTO kostenlos zur Verfügung gestellt. Einfluss auf meine Beschreibung wurde nicht genommen. Alle Aussagen beschreiben meine subjektive Meinung.

So sieht der Aufbau übrigens bei den Profis aus...








Samstag, 2. März 2019

Abgefahren: Anakee Wild 120/80-18

Abgefahren: Anakee Wild 120/80-18

Februar 2019

Reifen zieht blank...
Etwas über 6600km hat der Hinterreifen gehalten, aber langsam wird es Zeit. Die Verschleißmarke ist fast erreicht. Im Vergleich zum gleich großen Heidenau K60 hat er mehr als 1500km länger gehalten

Keine Ahnung, ob es an dem schmalen Reifen liegt, aber selbst so ungleichmäßig abgefahren hatte ich kein unangenehmes Aufstellmoment. Auf der Straße hat der Reifen bis zuletzt eine gute Figur gemacht.

Balkantour,heißer Sommer und Endurotraining. Leicht hat der Reifen es nicht gehabt. Aber noch nie war ich so zufrieden mit dem Gesamteindruck bei einem Reifen auf der CRF.

 Die Optik hat sich in den 10 Monaten etwas verändert.
April 2018
Die Bewertungen auf den einzelnen Untergründen habe ich auf meiner Reifenseite aktualisiert.

Würde ich den Reifen wieder kaufen? Ja, habe ich.
Der Neue ist da...

Werkstatt: Bremse hinten CRF

Werkstatt: Bremse hinten CRF


Der hintere Bremsbelag hat sein Lebensende erreicht, und soll im Zuge des Reifenwechsels ersetzt werden.

Der Sicherungsstift lässt sich gut lösen, den hatte ich direkt nach dem Kauf ausgebaut und mit etwas Fett wider eingesetzt.
Der Bremskolben muss auf jeden Fall mal gründlich gereinigt werden, bevor er wieder reingeschoben wird.
Wer so den Kolben zurückdrückt hat bald ne undichte Bremse
Also erst mal den Bremskolben noch ein wenig weiter rauspumpen, bis unten ein sauberer Rand bleibt. Dann gründlich reinigen. Verkrustungen die mit Bremsreiniger und Lappen nicht abgehen, vorsichtig mit dem Fingernagel abkratzen. Nach 20 Minuten intensiver Reinigung sieht der Kolben aus wie neu und lässt sich problemlos mit einem Finger in die Bremse zurückdrücken.

Da nur der Belag auf der Kolbenseite verschlissen ist, müssen die Gleitbuchsen (roter Kreis) vom Schwimmsattel gefettet werden. Mache ich bei meinen Fahrzeugen regelmäßig, und dann ist der Verschleiß auch relativ gleichmäßig.
Normalerweise stecken die Bolzen in der Trägerplatte und nicht im Bremskolben.

Was bei der Transalp in wenigen Minuten erledigt ist, funktioniert bei der CRF gar nicht. Die Gleitbuchsen bewegen sich keinen Millimeter.  Ich habe unter die Gummibälge ein wenig Rostlöser gegeben und ein paar Tage gewartet.
Der kurze Bolzen in der Gummitülle lässt sich recht leicht ziehen. Das Fett hat sich in eine Art Kleber verwandelt. Mit viel Bremsenreiniger und Einsatz der Fingernägel wird er wieder sauber.
 Für den langen Bolzen improvisiere ich mir eine Abziehvorrichtung.
Mit genügend Unterlegscheiben und viel Gewalt und Rostlöser lässt sich der Bolzen langsam ziehen. Diesmal liegt es nicht am eingedickten Fett, sondern an zu wenig Fett und etwas Korrosion.
Die Bolzen werden gründlich gereinigt und anschließend mit reichlich Fett wieder montiert.


Und dann kommen auch die neuen Beläge.

Jetzt warte ich auf besseres Wetter und auf die wahrscheinlich erst Fahrtmit einer komplett funktionellen Hinterradbremse.

Gammel: Wie schon beim zerlegen der Pro Link Umlenkung am Hinterrad ist an der CRF stellenweise viel zu wenig gefettet gewesen. Ich kann nur jedem empfehlen, bei der ersten Gelegenheit alles zu reinigen und zu fetten.

Sonntag, 10. Februar 2019

Winterpendeln

Winterpendeln

Nachdem mir am Auto der Ladeluftkühler geplatzt ist, muss ich aktuell mit dem Mopped zur Arbeit. Mal wieder bei einem Wetter, bei dem ich eigentlich nicht mehr mit dem Zweirad fahren wollte.

Morgens im Dunkeln bei Nieselregen und 2°C durchgeschüttelt von Sturmböhen, die einen die ganze Straßenbreite nutzen lassen. Dafür war ich bergab aus Angst vor Glatteis aber so langsam, dass ich für die Wildschweinrotte nicht mal bremsen musste.

Aber Abends ist es ja schon wieder länger hell und wenn sich die Sonne kurz durch die Wolken zeigt, macht alles wieder Spaß.

Also kurz in einen Feldweg mit Aussicht eingebogen, um Mopped und Licht auf den Speicher zu bannen.
2mm Profil sind zu wenig
Durch den Regen ist der Schnee aber extrem schwer und pappig. Der Vorderreifen greift zwar ganz OK, trotzdem habe ich Probleme zu wenden ohne abzusteigen.

Der Anakee Wild ist nach inzwischen 6500km hinten auch nicht mehr ideal. Selbst beim Umrunden der Maschine leg ich mich fast in den Schnee, da auch die Moppedstiefel rutschen.

Abseits derSpurrillen geht bei 30cm nassem Altschnee gar nix.
Das war am vorletzten Wochenende bei satten Minusgraden und Pulverschnee besser.


Mehr zum Winterfahren habe ich HIER zusammengeschrieben.

Naja, morgen soll es noch mal schneien und dann wärmer werden. Und der neue Ladeluftkühler für die Dose ist auch schon da...

Ach, und die ersten selbgefahrenen 20tkm auf der CRF sind jetzt auch um. Da schreibe ich die Tage auch noch was zu.


Dienstag, 22. Januar 2019

Balkan TET 2018: Tag 14 Gornji Rakani => Zabok

Balkan TET 2018: Tag 14 Gornji Rakani => Zabok



Letzter Fahrtag mit den Moppeds.

Nach dem Frühstück packen wir die Moppeds und wollen zahlen. Beim Zimmer kein Problem, aber das Abendessen müssen wir bar zahlen. Dabei gehen unsere letzten Euromünzen drauf.

Ein letztes Mal das Gepäck festschnallen, dann starten die Motoren. Auch wenn Kroatien am anderen Flussufer liegt, müssen wir erst ein paar Kilometer bis zu nächsten Grenzübergang in Novi Grad fahren.

Bei der Ausreise dann die erste Iritation. Der Bosnische Grenzer liest beim HU Datum falsche Jahr und will mich nicht passieren lassen. Dabei muss ich mit CRF erst wieder 2020 zum TÜV. Erst nachdem er sich aus seinem Häuschen bewegt und die Plakette geprüft hat, darf ich ausreisen.

Wir nähern uns Zagreb von Südosten. Dadurch fahren wir auf Nebenstraßen durch eine nette Hügellandschaft und nicht über die Hauptstraßen, wie auf dem Hinweg.

Nachdem wir uns über eine halb verwitterte Straße einen Hügel erklommen haben, stehen wir vor dem ersten "Durchfahrt verboten Schild" unserer Reise. Alle Alternativen würden einen Umweg von mehr als 60km bedeuten, also testen wir erstmal die Lage.

Wir folgen der der Straße in Tal. Ab und zu stehen Baumaschinen im Wald neben der Straße oder der nahe Bach hat Steine auf die Straße gespült. Auch wenn es manchmal aussieht als wäre die nächste Brücke gesperrt, kommen wir überall durch.
Später führt uns der Track über einen staubigen Schotterweg entlang des Flusses Kupa. Ein Picknick am Ufer scheidet aus, die Minenwarnschilder sind überall.
Westlich von Zagreb führt uns der Track der kurviger-App wieder in die Berge über schmale, steile Wege fahren wir zwischen alten Bauernhöfen oder schicken Villen hindurch. Dabei gibt es immer wieder nette Ausblicke.
Noch 20km Luftlinie bis zum Ziel. Leider ist die geplante Brücke ein Fähre. Bargeld haben wir nicht mehr. Also fahren wir zur einzigen Brücke in der Gegend. Dafür muss man entlang einer Bahnlinie fast bis ins Zentrum von Zagreb, über die Gleise und dann alles wieder zurück. Alles im dichten 3spurigen Stadtverkehr. Ahhhhhhhhhh!

Obwohl die Strecke weitgehend reizvoll ist, sind wir im "Nach-Hause-Modus", daher gibt es auch kaum Fotos.

Endlich sind wir am Hotel.

Auto und Anhänger sind noch da. Irgendwo unter dem Staub.

2933km Balkan liegen hinter uns. Auch wenn man vor lauter Staub den Kilometerstand kaum lesen kann. Was für eine Tour.
Ich nehme das Gepäck vom Mopped und habe das Gefühl, die CRF streckt sich, Befreit von der Last.

Der Reifen hat sich super gemacht. Schnee, Geröll, Schotter und maximale Schräglage auf Asphalt, alles perfekt gemeistert.


Ich fahre noch schnell mit dem Wagen zur Tankstelle an der Autobahn und dann wird es Zeit die Moppeds zu verladen, morgen warten 1100km Autobahn auf uns.


Das Provisorium hat gehalten



Da wir jetzt quasi Stammgäste sind, bekommen wir eine Suite zum Doppelzimmerpreis.

Also geht es aufs Zimmer, duschen und in bequeme Kleidung schlüpfen. Danach geht es auf die Terrasse, noch mal den tollen Grillteller bestellen und bei einer Flasche Bier die Reise in Gedanken noch mal durchgehen.















Tag 13: