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Donnerstag, 29. November 2018

Balkan TET 2018: Tag 10 Bar Nevesinje

Balkan TET 2018: Tag 10 Bar Nevesinje




Der nächste Morgen begrüßt und mit bestem Sonnenschein. Nach dem Frühstück beladen wir die Motorräder und fahren entland der Küste zum Fjord von Kotor.




In Lepetane nehmen wir die Fähre über den Fjord.
Auf der Fähre treffen wir auf ein Pärchen aus der Ukraine, die mit ihrer 400er Reiseenduro von Kiew.
Eine Geon 400 GT, nettes Mopped.

Nach der Fähre müssen wir uns von Jonathan verabschieden. Er fährt an der Küste entlang zu seinem Auto in Kroatien, wir wollen durch die Berge nach Bosnien.

Über die P11 fahren wir von Meereshöhe innerhalb weniger Kilometer auf 1000 Höhenmeter. Auf der gut ausgebauten Straße machen wir schnell Strecke. Für den Grenzübertritt ist ein winziger Grenzübergang in den Bergen geplant. Da es in der Gegend keine Tankstelle gibt wollen wir an der Hauptstraße noch mal volltanken.

Leider ist die einzige Tankstelle wegen Renovierung geschlossen.
Also Zeit, die Reichweite mit dem 12,5l Tourentank zu testen.

Die Schotterpiste zum Grenzübergang ist von 13h bis 15h voll gesperrt. Wir sind um 13h30 dort. Die Bauarbeiter lassen uns  trotz betteln nicht durch. Wahrscheinlich wird irgenwo gesprengt. Warten wollen wir nicht, also drehen wir um und nehmen die 60km Umweg in Kauf.

Auch der andere Grenzübergang liegt spektakulär in den Bergen. Nach der Ausreise aus Montenegro halten wir im Niemandsland und genießen die Aussicht.
Blick zurück nach Montenegro

Blick Richtung Bosnien & Herzegowina
Hier oben in der Hochebene weht ein strammer Wind. Da fällt es schon schwer die Kamera zu halten.

Zwischen den Grenzposten
Nach 2km im Niemandsland Reisen wir in Bosnien ein. Der Grenzer unterbricht schon nach 5min. Wartezeit sein Telefonat, um unsere Ausweise zu kontrolieren.

In Trebinje kann ich endlich tanken. keine 12l für 430km. Und ein halber Liter war noch im Tank.

Weiter geht es entlang des Bilecko-Seesn ach Norden

In Bileca machen wir bei einem italienischen Restaurant Pause und ordern den günstigsten Cappu der ganzen Tour: 2 Tassen für inges. 1€.

Und dann fährt er auf den Hof. Mein erstes Auto...
Ok meiner sah besser aus, als ich ihn verkauft habe. Aber das ist ja auch 20 Jahre her. Da er damals nach Sarajevo ging, schaue ich tatsächlich kurz ob es mein alter ist, aber ein paar Beulen an den richtigen Stellen fehlen.

Und wieder geht es in die Berge. Über gute Schotterstraßen schrauben wir uns die Berge hoch.



In Nevesinje angekommen fahren wir zur einzigen Unterkunft, die es bei booking in ganzen Region gibt. Da wir keinen Eingang finden können fragen wir einige Schüler, die uns eine Klingel zeigen. Da niemand öffnet fragen wir in einem nahen Laden und erhalten eine Visitenkarte mit Telefonnummer. Auch dort niemand zu erreichen.

In meinen OSM-Karten ist noch ein B&B angezeigt. Auch hier keine Schild, keine Klingel, nichts. Da es kein Anderes Haus hier gibt müssen wir an der richtigen Adresse sein. Ein Mann kommt über die Felder. Wir erklären mit Händen und Füßen, dass wir eine Unterkunft suchen. Er zeigt uns das Haus und es gibt tatsächlich jede Menge Zimmer. Und ein Bad auf dem Flur ohne Licht. Der Preis für eine Nacht ist 8€ für uns beide, wir bleiben hier.

Ich fahre noch schnell in die Stadt, etwas zum Abendessen kaufen. Auf der Suche nach einem Restaurant frage ich bei einer Polzeistreife am Straßenrand. Da ich die Wegbeschreibung nicht verstehe fahren sie mit Blaulicht vor mir her, falschrum durch die Einbahnstraße.
Ich bestelle eine große Portion Cevapi für 5 Mark und fahre zurück zur Unterkunft, wo ich schon mit Kaffee und Bier erwartet werde.

Hanjo mit unserem Vermieter
Eine Unterhaltung ist nicht möglich, wir essen und werfen uns einzelne Worte an den Kopf. Zumindest unsere Reiseroute können wir vermitteln. Völliges Unverständnis ernten wir, dass wir nach Mostar nicht über die Schnellstraße sonder über den Berg fahren wollen.
Beim Verdauungsspaziergang geht die Sonne hinter den Bergen unter. Da wollen wir morgen durch, der TET fängt quasi direkt hinter der Unterkunft an.
Unsere erste Unterkunft ohne Internet. Also geht es früh ins Bett, der Tag war lang.
Tag 9:
Tag 11:

Freitag, 16. November 2018

Balkan TET 2018: Tag 9 Lovcen und Kotor

Balkan TET 2018: Tag 9 Lovcen und Kotor




Heute wollen wir ein bisschen ausspannen und ohne Gepäck Richtung Kotor fahren. Aber erst mal Frühstück.


Dann geht es von Bar hoch in die Berge. Langsam schrauben wir uns über eine kleine Nebenstraße hoch zu den Wolken.



Blick zurück nach Bar.
Auf der anderen Seite geht es wieder runter zum Shkodra-See. Am anderen Ufer sehen wir wieder die schneebedekten Berge in Albanien.
Shkodra-See
Wir fahren am Seeufer entlang nach Virpazar, einer Touristenfalle unten am See mit Bootsfahrten, Tourishops und Bussen voller Rentner. Jonathan findet endlich einen Geldautomaten, der seine Karte akzeptiert und außerdem wird es Zeit für einen Cappu und ein zweites Frühstück.
Und dann geht es wieder aufwärts Richtung Lovcen-Nationalpark.

Blick zurück zum See
Der Weg führt durch eine alte Trasse unterhalb der neuen Schnellstraße. Teilweise liegen Felsen auf dem Weg und Schlangen kriechen erschrocken von der Straße.
Im Lovcen Nationalpark fahre ich an paar parkenden Autos vorbei und bin plötzlich allein. Später erfahre ich das wohl ein paar Ranger aus dem Gebüsch gesprungen sind um Maut zu kassieren. Für mich waren sie wohl zu langsam...

2018
Hier habe ich schon 2016 Fotos von der Transalp gemacht. Damals hatten wir eine Tagesetappe mitSchnee und Hagel hinter uns und konnten uns hier endlich wieder aufwärmen.
2016
Diesmal ist alles entspannter und wärmer.


Oben am Parkplatz quetschen wir die Moppeds zwischen die parkenden Autos und erklimmen die Stufen zum Gipfel. Durch den Tunnel geht es zur Aussichtsplattform.

Man klettert quasi in die Wolken...

Oben erwartet uns dann eine fantastische Aussich in alle Himmelsrichtungen. Nur in der Bucht von Kotor scheinen ein paar Wolken fest zu hängen.













Da hinten versteckt sich da Fjord
Wir bleiben eine ganze Weile dort oben und lassen die Kulisse auf uns wirken.

Da hinten versteckt sich immer noch Kotor in den Wolken. Sieht aus als würde Jonathan den Ausblick in die Bucht verpassen.
Über einen schmalen, steilen Pfad geht es wieder zu den Motorrädern.


Am Aussichtspunkt kann man einen Blick ins Tal erhaschen.




Der Großteil der Aussicht bleibt uns leider verwehrt. Also fahren wir weiter ins Tal, um uns eine Festung an zu schauen.
Als wir uns Kehre um Kehre ins Tal schrauben reißen die Wolken auf...
... aber schon wenige Minuten später zieht sich alles wieder zu.


An der Festung steht ein altes Russengespann in Militäroptik.



Die Festung kann frei begangen werden. Bewohnt ist sie von zahllosen Schwalben und Fledermäusen, die einem ständig um die Ohren fliegen wenn man nicht rechtzeitig den Kopf einzieht. Man sieht noch deutlich, wo früher die Geschütze standen und die Bucht verteidigen sollten.








Der Tag neigt sich dem Ende und wir fahren im Feierabendverkehr entlang der Küste zurück nach Bar. Schön ist anders, aber wir kommen vorran. Noch schnell im Supermarkt etwas fürs Abendbrot gekauft und ab zur Unterkunft. Ich möchte noch schnell ins Meer, doch als in Badehose an der Felsentreppe stehe ist das abendliche Gewitter dicht herangezogen. Der Aufziehende Wind hat ein wenigen Minuten eine leichte Brandung entstehen lassen,
die an den Felsen hochspritzt. Also nur kurz die Füße ins Wasser halten, dann fallen auch schon die ersten Tropfen.

Kaum bin ich im Haus, schüttet es wie aus Eimern.


Also wieder Abendessen im Regen. Aber was für ein toller Fahrtag ohne Gepäck.
Hauptsache ein Dach überm Kopf


Tag 8:
Tag 10: