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Montag, 8. Januar 2018

Rückblick: Mein Motorradjahr 2017

Rückblick: Mein Motorradjahr 2017


Eigentlich wollte ich einen tiefsinnigen Jahresrückblick schreiben und mit ein paar Fotos unterlegen. Aber dann konnte ich mich nicht entscheiden, welche Bilder ich nehmen soll und es ist eher ein Art MoppedPorn geworden.


Januar:
Da ich Silvester der Fahrer war, bin ich früh wieder fit. Also geht es um 12h auf Tour über leere Straßen und Wege. Nicht mal die Hundebesitzer sind unterwegs...
Erstes Moppedbild 2017



Lange Schatten schon am Mittag

 Mitte Januar, der Schnee ist da...


Traditionelles Schlittenfahren mit dem TA-Stammtisch Ruhr

Es geht um die Wurst...
Natürlich muss ich mal testen, wie sich die CRF im Schnee macht.
Fahrversuche im Schnee

Am Sonntag wird es richtig schön, und wir machen eine gemeinsame Ausfahrt. Leider ist es in den schattigen Ecken recht glatt. Ein von der tiefstehenden Sonne geblendeter SUV Fahrer fährt uns fast über den Haufen. Im letzten Moment rutsche ich auf den rettenden Grünstreifen.
Der Rest der Tour ist adrenalinfrei aber schön.
Januarsonne
Februar:

Mitte Februar. Das Wetter erlaubt die erste Fahrt zur Arbeit. Zeit erste Fotos mit der neuen Kamera zu machen und die Lichtstärke in der Morgendämmerung zu testen. Auch ohne Stativ sind brauchbare Bilder drin.
Selbst der Mond lässt sich gut ablichten.
Ok, das Objektiv kann was. Freihand!

Noch 20 Minuten bis Sonnenaufgang
Abends dann wieder mit dem Handy fotografieren
März:
03.03. Es wird immer heller morgens...
Rauhreif an Morgendämmerung
Aber Wiesen und Pfützen sind noch gefroren.

Der Dunst wabert durch die Täler
Und abends bekommt dann die alte Dame ihre Batterie und darf auch raus...

Schöner Abschluss eines Arbeitstages
Am Samstag geht es zu Louis. Alle Satteltaschen ausprobieren, die der Laden zu bieten hat. Richtig glücklich bin ich mit keiner.

Reisevortrag bei den Kradvagabunden. Schöne Bilder und interessante Einblicke. Ich hätte aber lieber den ersten Teil gesehen, Südostasien ist irgendwie nicht mein Traumziel.

Ein recht trockener Frühling. Also fahre ich fast jeden Morgen mit dem Motorrad zur Arbeit und sehe viele spektakuläre Sonnenaufgänge im Sauerland.





Same place, different bike
Und abends findet sich auch mal eine freie Minute für eine Runde

April:
Der erste Tag mit sommerlichen Temperaturen bis in den späten Abend. Also fahre ich, bis es dunkel ist und teste die Möglichkeiten der Kamera. Dabei entstehen ein paar der schönsten Bilder, die ich je gemacht habe.
Big Machines



Über Ostern geht es ans Ijsselmer nach Hindeloopen, wo ich in meiner Kindheit viel Zeit verbracht habe.

Meer

Mehr Meer

Mai:

Der Mai war hauptsächlich geprägt von Vorbereitungen für die Tour ins Baltikum. Also wurde es Zeit den Öler zu montieren.

Der Rehoiler ist inzwischen seit über 4000km im Einsatz und zeichnet sich vor allem dadurch aus, das ich NIX machen muss. Der Tank hält ewig und die Kette ist immer geschmiert. Dementsprechend gering ist meine Motivation die Tachoanbindung zu realisieren und den Offroad-Modus-Schalter zu verbauen.

Pünktlich zum Start der Baltikum Tour war der K60 Scout hinten nach enttäuschenden 5500km am Ende und wurde durch einen Michelin T63 ersetzt.
Der Michelin ist in Reichweite und Offroadperformance deutlich besser, auch wenn ich die hohe Präzision des K60 Vorderrades vermisse.


Auf dem Weg zur Arbeit liegt ein Rehbock auf der Straße. Wahrscheinlich vom Müllwagen der mir kurz vorher entgegen kam angefahren. Die Hinterläufe sind nicht mehr funktionstüchtig, er zieht sich mit den Vorderläufen über die Straße. Ich setze einen Notruf ab und warte auf Polizei und Jäger, damit jemand das Tier von seinen Qualen erlöst.

Autos fahren einfach vorbei, einer hupt sogar, damit "das blöde Vieh von der Straße verschwindet".


Nachdem bei der Gepäckkonfiguration für die große Tour die Option "Praktisch schlägt Schön" gewählt wurde gab es noch eine Testrunde mit vollem Gepäck im leichten Gelände.
An den Steilauffahrten wurde das Vorderrad etwas leicht, aber die Anzahl der Steilauffahrten an der polnischen Küste war überschaubar. Das Topcase stabilisiert die Gepäckrolle auch bei harten Schlägen hervorragend.

Rückblickend die letzte gemeinsame Fahrt mit der KLX, die danach durch eine CRF ersetzt wurde.

Juni:
Reise zum internationalen Transalptreffen (ITT) in Polen. Schöne Tour durch Kaschubien, Masuren und eine Ecke Litauen.
Auf dem Anhänger geht es bis hinter Stettin, dann über kleinste Sträßchen zum ITT.

 Beim ITT trafen sich wieder viele alte und neue Freunde aus allen Ecken Europas. Bei geführten Touren durch die tollen kaschubischen Naturschutzgebiete wurde so mancher Fahrer an die Grenzen seines Können gebracht.
Pause bei der Offroadtour, alle lassen Luft aus den Reifen
 Am Ende der Tour wartete Honda Polen mit einigen Vorführmaschinen. Meine Gelegenheit mal die CRF 250 Rally Probe zu fahren.
Zwei Schwestern. Meine überzeugt mich mit größerem Tank, weniger Gewicht und besseren Reifen
Weiter geht es zu Dritt Richtung Masuren...
Brotzeit mit frischer Leberwurst
... und dann Richtung Litauische Grenze.
Tagestour zum 3 Länder-Eck und durch Litauen.

Polen, Litauen und Russland auf einem Bild

Kackwetter
Fernstraßen in Litauen
Posing am Hotel
Zeit umzudrehen. Noch über das 3 Länder-Eck bei Weißrussland geht es wieder Richtung Westen.
Östlichster Punkt der Reise. Das Handy ist schon im Weißrussischen Netz
Pause am See
Spuren der deutschen Vergangenheit am Wegesrand
Elch!
Eine tolle Reise. Höchster Offroadanteil bisher (ca. 50%) sind in Polen noch legal möglich. Alleine die stetige Versorgung mit besten Wurstwaren ist eine Reise Wert. Kein Land für Vegetarier.

Juli:
Die alte Dame wird natürlich auch ausgiebig gefahren.
Mein Weg zur Arbeit
 Danach geht es für 2 Wochen ins Allgäu, leider ohne Mopped, dafür mit vielen beeindruckenden Bergwanderungen.
Sauerland kann auch schön...
August:
Mark hat seine KLX gegen eine CRF getauscht. So sauber war meine auch mal. Das müssen wir angleichen...
Vorher...

... nacher
Danach teste ich mit Tom von moto-nomad.com, ob der große Tank auch an die 2017er CRF passt. Für seine Reise durch Südamerika braucht er mehr Reichweite. Ergebnis: Passt nicht, der Flansch der Benzinpumpe wird ab 2017 nur noch mit 4 statt 6 Schrauben montiert.

Die Tage werden kürzer, Zeit den Gammelkrümmer zu lackieren, bevor wieder Salz auf der Straße liegt.
Wieder schwarz...
Das schönste am Lackieren...

... ist die Einbrennrunde
 Letzter lauer Sommerabend, Zeit die neuen Offroadklamotten zu testen.


September:
Den September habe ich laut Foto-Ordner damit verbracht der Sonne beim Auf und Untergehen zu zusehen. Ist im Herbst aber auch immer beeindruckend.
Roter Ball an Nebelsuppe
Mein Lieblingsfotospot

Sauerländer Inselwelt
Da die Sonne immer später aufgeht, steht man irgendwann im Dunkeln...

W-LAN Einspeisepunkt
 Zwischendurch wurden dann CRFs dreckig gemacht...

... bis sie unser Wanderschäfer mit Schurwolle sauber gerubbelt hat. Tipp: Bei so etwas immer den Moppedständer raus, die Mädels sind nicht Kontaktscheu!

Oktober:
Tollen Edelstahlkrümmer aus Polen bekommen. Super verarbeitet aber leider, entgegen der Artikelbeschreibung, nur für die 2017er CRF geeignet. Wenn mein Polnisch besser wäre, würde ich mir den gerne passend fertigen lassen. Hat jemand nen Vor 2017 Krümmer als Muster übrig?
Schöne Herbst-Tour durchs Sauerland. Leider fange ich mir einen Nagel ein und bleibe zum ersten Mal mit einem Platten liegen...

Da die Transalp sowieso über den Winter aufgehübscht werden soll, beginne ich mit der Demontage. Geplant ist eine Pflege der Roststellen im Rahmenheck mit Zinkspray und Einstellen der Ventile.

November:
Am ersten November trifft sich der Transalp-Stammtisch Ruhr an der Glör. Irgendwie sind nur noch Reiseenduros an diesem beliebten Motorradtreff. Dabei kommt immer wieder die Sonne raus.
Die anderen fahren weiter an die Mosel, ich habe noch andere Termine.

So langsam fahre ich morgens und abends nur noch im Dämmerlicht.


Wenn man die Sonne sehen will, muss man früher Feierabend machen...

Dezember:
Der Herbst ist Nass und kalt. Für zusätzlichen Wetterschutz habe ich mir eine Frontscheibe gegönnt. Doch als ich sie Probefahren will kommt ein kleiner Schneesturm.

Wenn man vor Wind kaum laufen kann, lässt man das Moppedfahren besser sein. Stattdessen wird einem X5 Fahrer geholfen, der nicht glauben wollte, dass Straßen so schnell zuwehen können. Wo er doch Allrad hat! Für ein "Danke fürs Ausgraben" hat es aber nicht gereicht.

Eine Woche später lässt das Wetter eine Probefahrt zu.
Der Oberkörper ist aus dem Wind
Im Schnee schlägt sich der T63 besser als der K60

Den letzten Arbeitstag vor Weihnachten schaffe ich es noch mal mit dem Motorrad zur Firma.

Zum Jahreswechsel nur Mistwetter, Zeit mal den Dreck aus den Klamotten zu spülen. Nach 12 Stunden einweichen und mehrmaligem Ausspülen ist das Wasser immer noch beige, aber nicht mehr schwarz.


Insgesamt war 2017 wieder ein tolles Moppedjahr mit mehr als 10000km auf 2 Motorräder verteilt. Durch das Bloggen habe viele interessante Leute kennen gelernt, einige durfte ich auch im real life kennen lernen. Ich hoffe das lässt sich 2018 fortsetzen.

Die Planungen für meine Reise 2018 laufen auch langsam an. Euch möchte gerne nach Albanien. Auch in Bosnien & Herzegowina und Montenegro habe ich bei der Balkantour 2016 vieles aus Zeitgründen ausgelassen. Mal schauen, was machbar ist.

Danke fürs Lesen,

Björn


Dienstag, 19. Dezember 2017

Zubehör: Tourenscheibe für die CRF250L

Zubehör: Tourenscheibe für die CRF250L


Als ich mir 1995 meine Transalp gekauft habe, war die Verkleidung ein nicht unwesentlicher Kaufgrund. Nach 6 Wintern im Fahrtwind wollte ich ein bisschen mehr Wetterschutz. Unvergessen, als mir die Kollegen in der Lehrwerkstatt nach 60min Fahrt bei -12°C beim absteigen helfen mussten, da ich mein Bein nicht mehr über die Sitzbank bekam.

Bei der Überführungsfahrt der CRF nach Hause im Januar bei 1°C und Nieselregen kehrten die Erinnerungen schlagartig zurück. Auch wenn meine Bekleidung inzwischen deutlich besser ist als in den frühen 90ern mit Schüler/Azubi-Budget.

Als erstes wurden Handprotektoren montiert um die Finger aus dem Fahrtwind zu halten. Später folgten die Heizgriffe.

OK, Finger sind warm. Aber spätestens bei der langen Regenfahrt im Baltikum wurde deutlich, wie nass man ohne Windschutz von vorne wird. Das ließ sich zwar mit ausreichend Regenkleidung in den Griff kriegen, aber schön ist anders.

Auf Instagram und in diversen Foren habe ich einige CRF mit Frontscheiben gesehen, die die Ästhetik der Maschine nicht komplett in Frage stellen. Auf Nachfrage waren die Teile aus Japan und den USA und somit nur mit hohen Kosten für Porto und Zoll zu bekommen. Nach langem Suchen wurde mir auf der US-Plattform von Ebay ein türkischer Händler angezeigt, der auch nach Deutschland liefert. Die Bilder sahen gut aus also habe ich die Scheibe bestellt. Die beiden CRFs von oneroadoneworld haben ihre Scheiben auch aus der Türkei.

2 Wochen später war das Paket da.
Unmengen Polsterfolie statt Pappbox


Die Scheibe wirkt recht hochwertig, mit unterschiedlicher Materialstärke in einzelnen Bereichen.
 Das Montagematerial wurde recht grob aus Stangenware zurechtgesägt, erfüllt aber seinen Zweck.
 Anbauanleitung gibt es keine, aber dieses Bild bei ebay. Reicht auch...
Also bei nächster Gelegenheit mit der Montage begonnen:
- Zuerst die 4 Schrauben lösen, die den Scheinwerfer halten (SW10)

-Danach lassen sich die 4 Kreuzschlitzschrauben lösen, die die Lampenmaske am Scheinwerfer fixieren
- Scheibe mit Abstandsbolzen an der Lampenmaske anhalten und die Löcher anzeichnen (besser zu zweit)
-Bohren
Immer eine Überwindung, Löcher in "heile" Teile zu bohren
-Scheibe mit den Abstandshaltern laut "Anbauanleitung" montieren
Mit Blitz

Ohne Blitz
-Alles wieder am Mopped befestigen
So sauber ist die nie wieder



Sonntag war der Schnee zumindest von der Fahrbahn verschwunden und Salz war auch nicht so viel auf der Straße. Also konnte eine erste Probefahrt in Angriff genommen werden.
Neue Optik

Mein erstes Fazit nach 20km:
Es wird lauter. Da die Scheibe hinterströmt ist, sind die Verwirbelungen aber deutlich kleiner, als bei der Transalp. Die Strömungskante ist bei mir (1,80m) an der der Oberseite vom Helm, die Geräusche sind bei Tempo 100 etwas lauter als ohne Scheibe. Ich meine, bei der Probefahrt mit der Rally im Juni war es lauter. Außerdem nimmt man im Windschatten der Scheibe die Motorgeräusche deutlicher wahr, d.h. ich höre den Auspuff neuerdings.

Oberkörper und Schultern sind komplett windgeschützt. Erst ab den Ellenbogen wurden die Unterarme vom Nebel feucht. Normaleweise kriecht bei Nebel die Kälte schnell durch die Klimamembran. Das ist jetzt anders. Obwohl wir um die 0°C haben wird mir auf der kurzen Tour nicht kalt. Ich fürchte im Sommer wird sich das andersherum auswirken.

Die Lampenmaske ist zu weich für die Aufnahme der Scheibe, ich werde zur Stabilisierung wohl noch etwas zwischen Tachohalterung und Maske bauen.


Generell bin ich mit der Scheibe sehr zufrieden. Ob ich sie im Hochsommer abbaue entscheide ich dann. Wenn es 2018 wie geplant Richtung Balkan geht werde ich sie drauf lassen, da ich Anfang Mai in den Bergen kalte Temperaturen und eisige Schauer erwarte. Wenn ich an den Schnee und Hagel 2016 in Montenegro denke, sicherlich eine gute Option.

Am Ende der Fahrt ist die Scheibe weiß getönt vom Salz
Update nach der ersten Fahrt im Dunkeln:
Da die Scheibe unmittelbar über dem Scheinwerfer montiert ist, wird das Streulicht durch das Scheibenmaterial geleitet. Der gesamte Rand leuchtet leicht im Dunkeln. Sieht cool aus, hat bei meiner Fahrt im Nebel bei Dunkelheit aber die Sicht leicht eingeschränkt. Mal schauen, ob ich durch Abkleben des unteren Randes der Scheibe den Effekt verringern kann.
Hält bei Regen schön trocken

Mittwoch, 13. Dezember 2017

Filmtipp: ACT Griechenland

Filmtipp: ACT Griechenland



Touratech schickt eine Gruppe Zweirad-SUVs durch die griechischen Berge. Tolle Offroad-Tracks mit traumhafter Kulisse. Wenn ich es richtig verstanden habe, sind die Tracks mit der örtlichen Tourismus-Behörde abgestimmt. Tolles Projekt!








Vieles erinnert mich an die Highlights unserer Balkan-Tour 2016.  Hoffentlich wird nach Portugal und Griechenland sowas auch noch im Balkan und Rumänien umgesetzt. Gerade Bosnien ist ja doch deutlich schneller zu erreichen.


Griechenland  ist mir für einen 1-2 Wochen Trip noch zu weit weg. Aber die Planung für Balkan 2018 läuft. Dann aber mit der CRF250L, damit die Pisten in den Bergen auch mit Gepäck ein Vergnügen werden.