Transbalkan 2022 Tag 1: TET Kroatien Teil1
Frühstück im Hotel, dann werden die Moppeds beladen. Überflüssiges Gepäck wird im Auto verstaut, den Kurviger Track bis zur Kroatischen Grenze starten und auf gehts.
Nach 20km drehen wir um, wir haben die Spritpumpe, um im Notfall Sprit aus meinem großen Tank in die CRF mit kleinem Tank zu füllen vergessen. (wir werden sie natürlich nicht benötigen, dafür unterwegs verlieren...)
Nach einer halben Stunde merke ich, mein Navigationshandy wird nicht geladen. Der heftige Regen auf der Anreise hat anscheinend die USB-Versorgung geflutet und dabei die Glas-Sicherung zerstört. Da ich nicht mehr weiß, dass ich eine Ersatzsicherung eingepackt habe, wird, mal wieder, die Sicherung mit Müll am Straßenrand geflickt. Diesmal mit der Alufolie einer Zigarettenpackung.
Danach führt uns der Track auf kleinsten Nebenstraßen über Weinberge und Felder quer durch Slowenien bis zum Anfang des TET Kroatien.
Entlang des Grenzflusses fahren wir kilometerlang neben einem hohen Schutzzaun, der wahrscheinlich Flüchtlinge am Grenzübertritt hindern soll. Gleichzeitig gibt es regelmäßig Unterbrechungen im Zaun, um die unzähligen Angler , Kanufahrer und Schwimmer ans Wasser zu lassen.
Nach der Grenze zu Kroatien geht es über Asphalt hoch in die Berge. Kaum habe ich beschlossen an der nächsten Tanke Marks CRF noch mal voll zu machen, geht der TET in die Wälder. Hauptstraßen werden jetzt nur noch im rechten Winkel gequert. Die Zufahrten zu einigen Waldwegen sind versperrt um Holzdiebstahl zu verhindern. Die Umfahrungen der Tore sind mit großen Reiseenduros bestimmt herausfordernd, mit unseren kleinen CRFs passen wir meist leicht durch. Irgendwann müssen wir auf Höhe der Insel Krk den TET verlassen und runter an die Küste um frischen Sprit zu ordern.
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| Erster Schotter auf dem TET Kroatien |
Auf dem Weg zum Meer fahren verlassen wir den kühlen Bergwald und finden uns zum ersten Mal mitten in einer Winnetou-Kulisse inkl. Wildpferde auf den Wiesen.
Der Verkehr an der Küstenstraße ist die Hölle, die Temperaturen in Novi Vinodolski sind uns auch zu hoch. Wir verwerfen den Plan hier unten etwas zu essen und fahren wieder hoch in die Berge. Oben gönnen wir uns in einer kleinen Bar eine kalte Cola und weiter geht es auf den TET.
Der verwöhnt uns jetzt mit einem tollen Blick über die komplette Insel Krk. Hier oben ist es auch recht windig, die Drohne bleibt im Gepäck. Das soll sich noch oft wiederholen, sobald ich das Wort "Drohne" sage lebt der Wind auf...
Danach wird der TET schlammiger, heute ist alles recht trocken, auf Youtube hatte ich gesehen, wie einige Teneres hier Probleme hatten, die Steigung zu bewältigen. Bei Regen bestimmt kein Zuckerschlecken in dieser Gewichtsklasse, die CRFs und ihre Besitzer haben hier und heute einfach nur Spaß mit der Strecke.
Einige Teile der Strecke haben Markierungen und wahren wohl Teil einer Offroad Rally. Kaum sind die Wege besser ausgebaut, stehen die ersten Minenwarnschilder am Wegesrand. Inwischen ist es nach 18h, wir haben noch nichts gegessen. Also beschließen wir, ins Nahe Otocac zu fahren und eine Unterkunft zu suchen.
Über Booking finden wir eine günstige Ferienwohnung, mit 2 gemütlichen Schlafräumen und einer Wohnküche. Schnell das Gepäck eingeräumt und dann erst mal etwas essen. Ein Imbiss an der Hauptstraße bietet einen tollen Grillteller für 2 Personen bei dessen Verzehr wir interessante Einblicke in das Balzverhalten der einheimischen Jugend unter Einsatz von Kraftfahrzeugen erhalten.
Lange nach Sonnenuntergang sind wir in der Wohnung, stoßen mit einem Rakia aus dem Kühlschrank (1l PET-Flasche die der Vermieter zum "probieren" hinterlegt hat) an und posten die Bilder des Tages auf Twitter.







